Lesen Sie mal, wie vor 10 Jahren über Islamisierung geschrieben wurde …
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Am Donnerstag veröffentlichte NIUS eine exklusive Insa-Umfrage, die politischen Sprengstoff birgt: Eine absolute Mehrheit der Bevölkerung möchte keine Flüchtlinge aus dem islamischen Kulturkreis mehr aufnehmen. 54 Prozent der Befragten haben Angst, dass Deutsche zur Minderheit im eigenen Land werden. 57 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu: „In bestimmten Gegenden meiner Stadt bzw. meinem Dorf habe ich das Gefühl, nicht mehr in Deutschland zu sein.“
Die Zahlen zeigen: Viele Bürger nehmen deutlich wahr, dass Zuwanderung gerade aus muslimisch geprägten Ländern mit Konflikten einhergeht. Eine Realität, die viele Medien sich lange Zeit nicht auszusprechen wagten. Kritik an Muslimen und dem Islam galten als Tabu und wurden als rassistisch abgestempelt. Dabei mehren sich die Zeichen, dass die Integration von muslimischen Migranten teilweise nicht gelingt: So sprachen Islamisten am Samstag bei einer Kundgebung in Hamburg vom Kalifat als „Lösung“.

Am Samstag hatten sich radikale Muslime in Hamburg versammelt und auf Schildern ein Kalifat als „Lösung“ bezeichnet.
Pegida-Bewegung brachte „Islamisierung“ in die Schlagzeilen
Der Begriff „Islamisierung“ sorgte vermehrt ab 2014 für Schlagzeilen. Damals gründete sich in Sachsen die Bewegung „Pegida“, was für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands“ stand. Viele Zeitungen widmeten sich in der Folge dem Begriff.
NIUS wirft einen Blick zurück: Wie wurde vor 10 Jahren über Islamisierung geschrieben?
Der Spiegel nahm im Dezember 2014 unter dem Titel „Die Angstbürger“ einen Pegida-Faktencheck vor. Wie könne ein Dialog mit der „islamfeindlichen Bewegung“ aussehen? „Sind die Ängste der Demonstranten überhaupt mit rationalen Argumenten zu widerlegen?“, fragte das Magazin.
Geschätzt gut fünf Prozent der Menschen in Deutschland waren zu diesem Zeitpunkt laut Spiegel Muslime. Darum sei die Rede von der Islamisierung deutlich übertrieben: „Das subjektive Gefühl der Pegida-Anhänger lässt sich statistisch nicht untermauern.“ Auch das „Vorurteil, dass Ausländer dem deutschen Sozialstaat auf der Tasche liegen“, versuchte der Spiegel zu entkräften. Denn Ausländer würden mehr Steuern und Sozialabgaben zahlen, als sie an Sozialleistungen bezögen, und erwirtschafteten demnach sogar einen Überschuss.
Im Cicero zog der Politikwissenschaftler Steffen Kailitz gar Parallelen zwischen Pegida und der Rhetorik Adolf Hitlers: Dieser habe 1920 in einer Rede behauptet, die Gewinner des Ersten Weltkriegs würden den Deutschen raten, auszuwandern, um den „Ostjuden“ Platz zu machen. Ähnlich könnten sich Verschwörungstheorien über eine Islamisierung auswirken: „Nicht zuletzt das Streuen teils skurril anmutender Gerüchte über die Zuwanderer dient heute wie damals dazu, die Atmosphäre aufzuheizen.“

Auf der Demo am Samstag wurde ermahnt, dass der Koran das alleinige Wort Allahs sei.
Auch die Zeit untersuchte die Thesen der Bewegung und kam zu dem Schluss: „Viele Anhänger sehen den Islam kritisch und werfen den Muslimen mangelnde Integrationsbereitschaft vor. Die lässt sich aber nicht belegen.“ Spezielle Öffnungszeiten in Schwimmbädern für Burka-Trägerinnen wertete die Zeit ebenfalls nicht als Hinweis auf eine Islamisierung: „Man könnte dieses Zugeständnis an religiöse Besonderheiten auch als angemessene Akzeptanz von Minderheiten verstehen, die keinem schadet.“
Das „Märchen der Islamisierung“
Die Süddeutsche Zeitung ging im Dezember 2014 der Frage nach, weshalb auch Personen aus dem „eher bürgerlichen Lager“ an den Pegida-Demonstrationen teilnahmen und in der wachsenden Zahl der Flüchtlinge eine Bedrohung sahen. Die Zeitung zitierte den Islamexperten Oliver Roy, der die Warnung vor Islamisierung als Rassismus bezeichnete. Die Rassisten würden behaupten: „Wir haben nichts gegen Türken oder Syrer, aber der Islam ist gefährlich.“ Als Grund für diese angeblich rassistischen Einstellungen in der Bevölkerung nannte Roy ausgerechnet die Warnungen der Sicherheitsbehörden vor radikalen Islamisten. Als „falsch“ bezeichnete der Experte auch die Annahme, dass eingewanderte Muslime mehr Kinder bekommen würden als Einheimische.
Im Januar 2015 präsentierte ntv seinen Lesern „Fünf Fakten zum Märchen der Islamisierung“: Die meisten Zuwanderer kämen nicht aus muslimischen Ländern, rund die Hälfte von ihnen blieben nicht länger als ein Jahr in Deutschland, es gebe keinen allgemeinen Trend zu muslimischer Zuwanderung: „Die Islamisierung Deutschlands ist eine Mär.“
Heute spüren Menschen überall in Deutschland die Folgen dieser medialen Beschwichtigung: Der öffentliche Diskurs über Migration verlief oft dysfunktional, Probleme konnten nicht angesprochen und dadurch auch nicht gelöst werden. Sogar 54 Prozent der Grünen-Wähler stimmen laut der Insa-Umfrage der Aussage zu: „Die derzeitige Migration überlastet das deutsche Schulsystem.“

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