Linke Attacken auf Constantin Schreiber: NDR-Mitarbeiter heizte Stimmung gegen Tagesschau-Sprecher an
Am 29. August 2023 wurde der Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber für die Vorstellung seines neuen Buches in die Friedrich-Schiller-Universität in Jena eingeladen. Doch plötzlich wurde die Lesung durch Linke Aktivisten gestürmt, die den Autor angriffen. Nun wurde bekannt, dass ein Kollege Schreibers an der Stimmungsmache gegen den Schriftsteller beteiligt war.
In dem Flugblatt der linksradikalen Gruppe, die Schreiber am 29. August in der Friedrich-Schiller-Universität in Jena attackiert hat, wird Schreiber mit dem Nazi-Propagandisten Veit Harlan verglichen. Doch wie kommen diese Menschen auf einen derartigen Vorwurf?
Die Antwort ist ebenso erschreckend wie brisant: In einem Artikel des Katapultmagazins von 2022 wirft Stefan Buchen, Mitarbeiter der NDR-Redaktion „Panorama“ und somit ein Kollege Schreibers, Schreibers Roman „Die Kandidatin“ Übles vor, nämlich: „erschreckend viel Ähnlichkeit mit dem NS-Propagandawerk Jud Süss“.

Im Artikel des Katapultmagazins wird Schreiber vorgeworfen, ein „Schreckensbild“ des Islams zu zeichnen.
Ein NS-Vergleich kommt selten allein. Mit Buchens Artikel von 2022 ist seine Abarbeitung an Schreiber noch lange nicht abgeschlossen. Bereits ein Jahr zuvor schrieb Buchen auf der Plattform Qantara.de eine Rezension über „Die Kandidatin“, die mit den Worten beginnt: „Eigentlich dürfte man keine Sekunde an dieses Buch verschwenden“. Er tut es dennoch ausgiebig.
Sprachrohr für Muslime

Die durch Steuergelder finanzierte Seite „Qantara“.de will den Dialog zu Muslimen fördern.
Die Website, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Dialog mit der islamischen Welt anregen zu wollen, wird von der Deutschen Welle betrieben, unterstützt durch das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen. Das arabische Wort „Qantara“ bedeutet Brücke. Eine Brücke wird in diesem Fall nicht geschlagen, Buchens Buch-Urteil fällt vernichtend aus.
Kontaktschuld
Auch in der linken Tageszeitung taz stellt Buchen die Handlung des Buches in eine rechte Ecke. Das geht heutzutage leicht, es muss lediglich Kontaktschuld hergestellt werden. Buchen weiß das und verwies schlicht auf das positive Feedback durch rechte Medien wie der Jungen Freiheit oder PI News auf das Buch.
Der Vergleich mit „Jud Süß“ schmeckt sauer
Laut Buchen ähneln sich „Jud Süß“ und das Buch des Tageschau-Sprechers Schreiber „Die Kandidatin“. „Jud Süß“ ist ein Film aus dem Jahr 1940 unter der Regie von Veit Harlan, der im nationalsozialistischen Deutschland auf Anweisung von Joseph Goebbels entstand.
Während erstgenannter Film als antisemitischer Propagandafilm diente, um Hass und Vorurteile gegen Juden in der deutschen Bevölkerung zu schüren, kann Schreibers Buch als Kritik an problematischen ideologischen Elementen des Islams eingeordnet werden.
Der gesamte Katapult-Text wird, wie vom Medium gewohnt, mit farbenfrohen Grafiken untermalt. In einer wird Constantin Schreiber in einer Reihe mit dem Philosophen Oswald Spengler, dem Sozialdemokraten Thilo Sarrazin und dem als rechts verorteten französischen Autor Michel Houellebecq dargestellt. Am Ende seines Textes weist der NDR-Mitarbeiter Buchen daraufhin, dass Rainer Werner Fassbinders „Soll und Haben“ aufgrund von Antisemitismus nicht verfilmt wurde, Schreibers „Die Kandidatin“ jedoch verfilmt werden soll.

Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber bei der MDR-Talkshow Riverboat im Mai 2023. Ist sein Werk tatsächlich mit antisemitischer Literatur zu vergleichen?
Der NDR hat „keine Bewertung“
Auf Anfrage von NIUS sagte die NDR-Pressestelle, dass die Tätigkeit Schreibers beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk getrennt von seiner schriftstellerischen Tätigkeit zu betrachten sei. Da Schreiber freier Mitarbeiter bei ARD-aktuell sei, könne man sich zu Tätigkeiten außerhalb ihrer Arbeit nicht äußern. Dazu, dass ein anderer freier Mitarbeiter, nämlich der NDR-Journalist Stefan Buchen, „in einem Flugblatt zitiert worden sein soll“, um Schreiber mittels Einschüchterung als Rassist zu diskreditieren, habe man „keine Bewertung“.
Nach NIUS-Recherchen berichtete die Tagesschau bzw. der Tagesschau-Sender NDR mit keiner Silbe über die Attacke auf ihren eigenen Sprecher. Damit konfrontiert, hieß es erneut, Schreiber sei „freier Mitarbeiter“. Und: „Ob und wie in der gesamten ARD über den Vorfall berichtet wurde, können wir nicht nachvollziehen.“ Dabei wurde explizit der NDR, nicht die ARD angefragt …
Sollte ein Sender nicht wissen, welche Beiträge er veröffentlicht? Trotz mehrerer antisemitischer Vorfälle beim ÖRR wird unsere Frage danach, ob Constantin Schreiber an Weisungen der ARD gebunden wäre, sich nicht zum Islam zu äußern, vom NDR als „abwegig“ bezeichnet.
Mehr NIUS zum Thema:
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