Strafe für Demo-Kritik! Grünen-Politikerin Künast beleidigt ARD-Journalistin
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Was macht die grassierende Rechts-Hysterie bloß mit den Leuten? Beißhemmungen gegenüber jenen, die auch nur ein kritisches Untertönchen an den Anti-AfD-Demos vom Wochenende wagen, scheint es nicht mehr zu geben.
Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast ließ sich am Montag auf X zu einem vollkommen unprofessionellen Tweet hinreißen. Auf stutenbissige Art und Weise zickt sie öffentlich gegen ARD-Journalistin Julia Ruhs: „Sie ist völlig egal und nicht wichtig.“
Ruhs hatte zuvor lediglich geschrieben, dass die Demos die AfD möglicherweise eher stärken als verhindern.
Künast zitierte Ruhs X-Post, ging inhaltlich nicht darauf ein, sondern ätzte inklusive hitziger Tippfehler gegen die Journalistin: „Sie wird immer versuchen alles klein zu reden oder kaputt zu reden. Aber : sie ist völlig egal und nicht wichtig. Wichtig sind die 100000e , die sich für unsere #Demokratie einsetzen. Und die lassen sich nix kaputt reden. Isch over.“

Julia Ruhs hatte in ihrem X-Post eine Befürchtung formuliert, mit der sie wahrlich nicht allein ist in diesen Tagen: Der als alternativlos propagierte Anti-AfD-Wahn könne die Partei in Wirklichkeit stärken. Nicht die Demos, sondern erst die Wahlen würden offenbaren, was die Mehrheit wirklich denkt.
Ruhs wörtlich auf X: „Ich werd den Eindruck nicht los, dass je mehr Menschen auf die Demos strömen, selbstgewiss mit "FCK NZS"- und Regenbogenflaggen wedeln, desto mehr wird die #AfD als einzige Alternative wahrgenommen. Wie viele demonstrieren ist am Ende wurscht. Die Wahlen sind dann repräsentativ.“
Eine These, die man als Grünen-Politikerin dieser Tage offenbar nicht so gern hört. Statt die Kritikerin zu widerlegen, wird sie dann lieber beleidigt. Was wiederum Bände spricht ...
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