WDR-Moderator schreibt nach Trump-Attentat: „Faschisten sollen sich wieder fürchten“
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Es ist ein Imperativ, eine eindeutige Zustimmung zu einem Mord-Attentat, ganz ohne Zwischentöne: Der WDR-Cosmo-Moderator Zuher Jazmati postete nach dem missglückten Anschlag auf Donald Trump: „Make fascists afraid again“, zu Deutsch: „Faschisten sollen sich wieder fürchten“. Berufliche Konsequenzen muss Jazmati allerdings nicht fürchten, sein Sender stellt sich hinter ihn.
Auf eine Anfrage von NIUS, wie man Jazmatis Post bewerte und welche Entscheidungen man daraus möglicherweise ableite, antwortete Radio Bremen, wo der Moderator angestellt ist: „Es war ein Impulsposting, dessen Unangemessenheit Zuher Jazmati jedoch selbst schnell klar geworden ist. Deshalb hatte er den Inhalt bei Threads selber wieder gelöscht. X hatte das Posting da bereits entfernt und seinen Kanal gesperrt.“ Da Zuher Jazmati selbstreflektiert und kritisch mit seinem Posting umgegangen sei und man den Umstand ausführlich mit ihm und innerhalb der Redaktion aufgearbeitet habe, sehe man keine Gründe für personelle Konsequenzen. „Wir erwarten von Zuher Jazmati in Zukunft einen reflektierten und verantwortungsbewussteren Umgang mit seinen Social-Media-Kanälen und dass die Inhalte den Werten und der Diskurskultur von COSMO entsprechen.“
Jazmati, der den Black-Brown-Queer Podcast auf WDR Cosmo moderiert, engagiert sich neben seiner journalistischen Tätigkeit auch beim „Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“, ist dort als eine der „betrauten Personen, die Interessenvertretung unmittelbar ausüben“ aufgeführt. Der Verein wird im Rahmen des Demokratiefördergesetzes bezuschusst, unter anderem das Bundesfamilienministerium, die Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB) und die Antirassismus-Beauftragte der Bundesregierung fördern den eingetragenen Verein jeweils mit Summen zwischen 90.000 Euro und 560.000 Euro (im Jahr 2023).
Jazmati äußerte sich antisemitisch
Obwohl das Demokratiefördergesetz ein gemeinsames Projekt von Familien- und Innenministerium ist, wollte sich Nancy Faesers Ministerium auf NIUS-Anfrage nicht zum Fall Jazmati äußern, verwies auf das Familienministerium, das in diesem Fall zuständig sei. Weder Familienministerium noch Antirassismus-Beauftragte reagierten bis zur Veröffentlichung des Artikels auf eine Anfrage. Ein SPrecher der Bundeszentrale für Politische Bildung antwortete: „Wir halten momentan noch interne Rücksprache mit den zuständigen Kolleg/-innen.“
Brisant: Während das Geld der Steuerzahler dafür genutzt wird, einen Verein zu unterstützen, der sich nominell auch gegen antisemitische Gewalt engagiert, äußerte sich Jazmati selbst in sozialen Medien wiederholt judenfeindlich, kommentierte einen Post der Strg-F-Moderatorin Alena Jabarine, in dem diese Israel einen Genozid an Palästinensern vorwarf, zustimmend und behauptete, in Deutschland würden Palästinenser von Politik, Medien und Polizei „unterdrückt“.
Jazmati war außerdem Stipendiat der Deutschlandstiftung Integration für Studenten mit „beeindruckender Integrationsgeschichte“.

Jazmati (unten links) war Stipendiat der Deutschlandstiftung Integration.

SPD-Politikerin Sawsan Chebli sprach mit Jazmati im Podcast.
Die Hüllen fallen allerorten
Dass ein Mordanschlag generell zu verurteilen ist, scheint auch in der restlichen deutschen Medien- und Politik-Landschaft längst nicht mehr Konsens zu sein.
Journalisten und Politiker ließen nach dem vereitelten Attentat alle Hüllen fallen, sympathisierten offen und ungeniert mit Gewalt gegen Andersdenkende. So twitterte der inzwischen entlassene rbb-Moderator Sebastian Hotz, alias El Hotzo: „Den letzten Bus – Donald Trump – leider knapp verpasst“, und: „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben“. Der Sender zog die Reißleine, stellte Hotz frei.

El Hotzos Post zum Attentat auf Trump
Andrea Kain, PR-Frau der Bundesregierung, fragte auf LinkedIn suggestiv: „Wieviel Böses braucht es, damit der Gedanke legitim ist, dass der Verursacher besser tot ist oder man bedauert, dass er es nicht ist?“
Grünen-Politiker Anton Hofreiter gab Trump sogar eine Mitschuld am Mordanschlag auf ihn. „Die Republikaner und insbesondere Trump – auch wenn er das Opfer dieses Attentats war – war einer der Hauptverursacher für diese extreme Polarisierung“, so Hofreiter bei Welt.

Grünen-Politiker Anton Hofreiter im Welt-Studio.
Mehr NIUS: „Hauptverursacher für Polarisierung“: Grünen-Hofreiter gibt Trump Mitschuld am Attentat gegen ihn
Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es: „2018 veröffentlichte er auf Instagram einen Pro-Al-Quds-Post, der die Flagge samt Emblem der Organisation zeigt. Die Al-Quds-Brigaden sind eine iranische Terrororganisation.“
Dies ist falsch, sein Post bezog sich nicht auf die Terrororganisation der Al-Quds-Brigaden. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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