1800 Jobs weniger: Stellen-Schock bei der Deutschen Bahn
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Der Bahn-Vorstand, angeführt von Sigrid Nikutta (54), hat unerwartet einen umfangreichen Stellenabbau bei der Tochterfirma DB Cargo angekündigt.
Internen Dokumenten der Deutschen Bahn und Informationen der Bahngewerkschaft EVG zufolge sind von dieser Entscheidung 1800 Mitarbeiter betroffen.
Interne Gremien der Bahn wurden von der Ankündigung kalt erwischt, berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Die Nachricht sei für Teile des Aufsichtsrats von DB Cargo sowie für den Betriebsrat ein „Schock“ gewesen. Bemerkenswert ist, dass Nikutta noch im Juli versichert hatte, dass kein massiver Arbeitsplatzabbau bei der Güterverkehrs-Tochter geplant sei.

1800 Bahn-Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren.
Eine Unternehmenssprecherin teilte Business Insider mit, dass aktuell die Richtung für die Neuausrichtung von DB Cargo festgelegt wird und interne Gruppen die Details diskutieren.
„Die Kollegen und Kolleginnen sollen die Zeche zahlen“
Die Bahngewerkschaft EVG hat in einer Mitteilung ihre Besorgnis über den Stellenabbau geäußert und vor potenziellen Störungen im Güterverkehr gewarnt. Cosima Ingenschay, stellvertretende Vorsitzende der EVG, sagt zum geplanten Stellenabbau: „Die Vorstände machen Fehler, und unsere Kolleginnen und Kollegen sollen die Zeche zahlen. Dem stellen wir uns entschieden entgegen!“
Im vergangenen Jahr machte Cargo laut Business Insider einen Verlust von 665 Millionen Euro. Der Bahn-Tochter sei im Rahmen der internen Planung für dieses Jahr ein Minus von 228 Millionen Euro eingeräumt worden, die Verlustgrenze habe aber bereits auf 400 Millionen Euro hochgeschraubt werden müssen.
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