6-Jähriger tot in Gebüsch gefunden: Suche nach Täter bisher erfolglos
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- In Mecklenburg-Vorpommern haben Feuerwehrleute einen 6-Jährigen tot in einem Gebüsch gefunden. Er wurde erstochen.
- Die Eltern hatten ihn zum Spielen ins Dorf gelassen, und er kehrte nicht wie vereinbart zurück.
- Die Gemeinde Pragsdorf bekundete ihre Trauer auf Facebook und startete eine Spendenaktion für die Familie des verstorbenen Kindes. Innerhalb weniger Stunden wurden rund 20.000 Euro gesammelt.
Grausames Verbrechen im Osten Mecklenburgs! In Pragsdorf bei Neubrandenburg ist ein sechs Jahre alter Junge erstochen worden.
Das ergab die rechtsmedizinische Untersuchung am Freitag, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Leichnam wies mehrere Verletzungen auf, die von einem - noch unbekannten - Stichwerkzeug herrührten.

Zahlreiche Polizeibeamte sichern das Gebiet um den Tatort weiträumig ab.
Mordkommission ermittelt
Die Eltern hatten ihn vermisst gemeldet, nachdem er nach dem Spielen nicht wie vereinbart nach Hause gekommen war. Bei der Suche waren viele Polizeibeamte, Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, Suchhunde, der Polizeihubschrauber und auch viele Anwohner beteiligt. Etwa gegen 21.00 Uhr am Donnerstag wurde der leblose Junge von Feuerwehrleuten gefunden.
„Die Polizei ermittelt wegen Totschlags und geht dabei mehreren Ermittlungsansätzen nach“, sagte der Sprecher der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft, Tim Wischmann. Bis zum späten Nachmittag sei aber noch kein Tatverdächtiger ermittelt worden.

Ob der Fundort auch der Tatort ist, da wollte sich Staatsanwalt Wischmann noch nicht festlegen. Anwohner berichteten aber, dass sie am Donnerstag laute Stimmen am Bolzplatz gehört hätten, die möglicherweise von einem Streit herrühren könnten. Am Fundort konnte die Polizei laut Wischmann viele Spuren sichern.
Das Gelände war noch am Freitag weiträumig mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Polizisten und Helfer suchten nach einer Tatwaffe und anderen Beweisstücken. In der Nähe des Sees kam dabei auch ein Metalldetektor zum Einsatz. Auch Taucher rückten an - bisher aber ohne Erfolg, hieß es. Am Nachmittag wurden Suchketten mit je 25 Beamten gebildet. Sie streiften mit langen Eisenstangen systematisch die Fläche ab, sich langsam vom See entfernend.

Zur Spurensuche kamen auch Taucher in Tatortnähe zum Einsatz.
Die Gemeinde Pragsdorf hat auf der Internetplattform Facebook ihre Trauer nach dem Tod des Kindes bekundet. „Mit Trauer und Bestürzung haben wir heute früh vom schrecklichen Gewaltverbrechen und dem Tod von J. erfahren. Die Gedanken sind derzeit natürlich vor allem bei der Familie und den Angehörigen“, hieß es. Gleichzeitig bat man darum, brauchbare Hinweise umgehend der Polizei zu melden.
Auf der Facebook-Seite der Gemeinde wurde auch auf eine Spendenaktion für die Familie des toten Kindes hingewiesen. Innerhalb weniger Stunden waren bereits rund 20.000 Euro gesammelt worden.
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