Alles Straftäter, alles Männer: 81 Afghanen abgeschoben
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Deutschland führt den nächsten Abschiebe-Flug nach Afghanistan durch: Am Flughafen Leipzig/Halle ist am frühen Freitagmorgen nach Informationen von NIUS ein Flugzeug von Qatar Airways für einen Abschiebe-Flug nach Afghanistan vorbereitet worden. Die Maschine sollte ursprünglich um 7 Uhr Richtung der afghanischen Hauptstadt Kabul abheben. Der Airbus A330 ist schlussendlich um 8.35 Uhr abgehoben.
Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, waren 81 Afghanen an Bord des Fliegers. Demnach handelt es sich bei den Migranten um vollziehbar ausreisepflichtige afghanische Männer, die in der Vergangenheit strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Wie Bild berichtet, befinden sich unter den Abgeschobenen auch Diebe, Dealer und Gewaltstraftäter.

Die Bundespolizei bringt die Migranten, die abgeschoben werden sollen, zum Flugzeug.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sagte dazu: „Es ist gelungen, einen weiteren Abschiebeflug mit Straftätern nach Afghanistan zu organisieren. Damit beginnen wir, einen weiteren Teil des Politikwechsels aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen. Abschiebungen nach Afghanistan müssen auch zukünftig gesichert stattfinden können. Es gibt kein Aufenthaltsrecht für schwere Straftäter in unserem Land.“
Bereits einige Zeit vor dem geplanten Abflug begannen Einsatzkräfte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei damit, zahlreiche Gepäckstücke in das Flugzeug zu verladen. Eine offizielle Stellungnahme oder weiterführende Informationen liegen bislang nicht vor. Zuvor war die Ankunft der Maschine am Donnerstagnachmittag von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen begleitet worden. Auf der Website „deportationwatch“ wurden erste Vermutungen über einen Abschiebe-Flug bestätigt. Schon am Abend waren mehrere BKA- und Bundespolizisten rund um das Rollfeld im Einsatz.
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