Als „Vision für den Frieden“: Baerbock fordert Ukraine auf, Windpark in Tschernobyl zu errichten!
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Grüner Fanatismus mitten im Kriegsgebiet: Im Rahmen ihrer Ukraine-Reise besuchte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ein Umspannwerk bei Kiew. Dort schlug sie allen Ernstes vor, rund um das Kernkraftwerk Tschernobyl einen Windpark bauen zu lassen! Im ukrainischen Umweltministerium unterzeichnete Baerbock später eine entsprechende Absichtserklärung.
Etwa 50 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums Kiews informierte sich die deutsche Außenministerin über die Bemühungen der ukrainischen Regierung, die Energieversorgung des Landes vor dem herannahenden Winter zu sichern. Die Anlage war laut ukrainischen Berichten mehrfach von russischen Raketen getroffen und von Kamikazedrohnen beschossen worden. Schwere Schäden gab es demnach bei einem Angriff mit mehreren Drohnen in der Neujahrsnacht. Um das Werk herum wurden mittlerweile hohe Netze gespannt, um Kampfdrohnen abzufangen.

Baerbock beim Treffen am Umspannwerk nahe Kiew. Es ist schon mehrfach unter Beschuss geraten. Beim Thema Strom fiel der Grünen aber vor allem eines ein: Windräder.
Der für den Wiederaufbau zuständige Vize-Ministerpräsident Olexandr Kubrakow führte die Grünen-Politikerin aus Deutschland über das etwa 40 Hektar große Gelände. Mit einer Leistung von rund 2000 Megawatt ist das Werk für einen großen Teil der Elektrizitätsversorgung der Region zuständig.
Man wolle das Energienetz mit der Ukraine noch engmaschiger knüpfen, versprach die Ministerin am Umspannwerk. Die Familien sollten nicht um ihre Versorgung fürchten müssen, wenn Russlands Präsident Wladimir Putin die Stromnetze ins Fadenkreuz nehme. Deutschland lasse nicht nach, „die Ukraine bei ihrer Verteidigung gegen Russlands Aggression zu unterstützen: wirtschaftlich, militärisch, humanitär”.
Doch dann plötzlich: Themenwechsel!

Baerbock mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba in Kiew.
Fast unglaublich: Baerbock nutzte die Gelegenheit tatsächlich, um auf eines der Lieblingsthemen der Grünen Partei zu kommen: Windräder! Die Ukraine solle verstärkt erneuerbare Energien nutzen, so Baerbock im kriegsgebeutelten Land. Rund um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl, so Baerbock vor einem Dutzend Zuhörern, könne in Zukunft doch ein Windpark entstehen.
Das war kein kurzer Aussetzer, sondern komplett ernst gemeint: Bei einem Treffen im ukrainischen Umweltministerium unterzeichnete Baerbock später eine entsprechende Absichtserklärung. Grüner Strom aus Tschernobyl sei auch eine Zukunftsversion für den Frieden, so Baerbock.
Nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 wurden am stillgelegten Kraftwerk kontinuierlich Rückbau- und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die Kühlsysteme des Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff laufen weiterhin.
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