Asylheim umstellt! Groß-Razzia gegen irakisches Schleuser-Netzwerk
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Um 6 Uhr machten sich schwer bewaffnete Elitepolizisten der Antiterroreinheit GSG9 an die Arbeit ...
Noch in der Dunkelheit rückten sie an: Unter anderem in Essen, Gelsenkirchen und Bochum hat die Spezialeinheit GSG9 mehrere Mietshäuser, Lagerhallen und ein Asylantenheim gestürmt. Die Aktion ist Teil einer europaweiten Razzia gegen kriminelle Menschen-Schleuser.
Verdächtige in Migranten-Unterkunft
Die Beamten schlugen gleichzeitig in Frankreich und Deutschland zu, allein in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind laut Bild zur Stunde mehr als 500 Bundespolizisten im Einsatz. Fahnder von EUROPOL in Deutschland und mehr als 20 Ermittler der französischen und englischen Behörden sind demnach involviert, laut Bericht sollen mehr als zehn europäische Haftbefehle vollstreckt werden.
In Essen wurde offenbar eine Asylbewerber-Unterkunft von GSG9-Beamten umstellt und durchsucht – hier sollen Verdächtige leben.
Die Ermittler haben laut Bild ein irakisches Schleuser-Netzwerk im Visier, das eine große Anzahl illegale Migranten in europäische Länder geschmuggelt haben soll. Es geht demnach vor allem um gefährliche Schleusungen von Flüchtlingen mit Schlauchbooten über den Ärmelkanal.
Die Bundespolizei hat gemeinsam mit belgischen und französischen Behörden schon einige Male zum Schlag gegen diese organisierten Schleuser angesetzt, allerdings bilden sich immer wieder Netzwerke. „Damit ist teilweise eben mehr Geld zu verdienen als mit internationalem Drogenschmuggel“ wird ein Ermittler in Bild zitiert. „Für Schleusungen bezahlen einzelne Syrer bis zu 10.000 Euro. Da bringt ein volles Schlauchboot schnell mehrere hunderttausend Euro! Und das Leben der Migranten ist den Tätern egal!“
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