Auch das noch: Verfassungsschutz erklärt Gold für rechtsextrem
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Neuer Wirbel im sogenannten „Kampf gegen Rechts“: Wie aus einem Tweet von AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla hervorgeht, klassifiziert der Verfassungsschutz Edelmetalle im Kontext sogenannter „Crashpropheten“ als „rechtsextremistische Finanzierungsstrategie“.
Mit „Crashpropheten“ sind Autoren gemeint, die einen Kollaps des Finanzsystems prognostizieren und zu „stabilen Anlagen“ wie Gold raten. Hier ist der Tweet:
Chrupalla bittet auf X den Tagesspiegel, eine Einordnung des Verfassungsschutzes zu veröffentlichen, die einem Journalisten der Zeitung vorliegt. Der AfD-Vorsitzende zitiert aus einer E-Mail eines Tagesspiegel-Redakteurs den Verfassungsschutz mit den Worten, Gold sei Teil einer „rechtsextremistischen Finanzierungsstrategie“. Und nicht nur das: Das Bewerben von Edelmetallen trage – vor dem Hintergrund konstruierter Bedrohungsszenarien – „indirekt auch zur Verbreitung von antisemitischrechtsextremistischen Vorstellungen und Narrativen bei“.
Der deutsche Inlandsgeheimdienst gerät immer wieder ins Visier von Kritikern, die ihm politische Voreingenommenheit vorwerfen. Der Vorwurf lautet: Linke Politiker hätten den Verfassungsschutz in ihrem Kampf gegen Rechts instrumentalisiert und ideologisch auf Linie gebracht. Ergebnis: Er nehme keine neutrale Beobachterrolle mehr ein. Dass der Verfassungsschutz nun Gold als rechtsextrem klassifiziert, dürfte dieser Diskussion neuen Auftrieb geben.
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