„Ausnahmslos unwahr“: Rammstein-Sänger Lindemann weist Vorwürfe zurück
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Der Sänger der Rockgruppe Rammstein, Till Lindemann, hat die Vorwürfe zurückgewiesen, Frauen auf Konzerten gezielt unter Drogeneinfluss gesetzt zu haben, um sexuelle Handlungen an ihnen vorzunehmen. Die Vorwürfe seien „ausnahmslos unwahr“, ließ der 60-Jährige über seine Rechtsanwälte Simon Bergmann und Christian Schertz mitteilen.
Weiterhin kündigten Lindemann und seine Anwälte an, gegen die Anschuldigungen juristisch vorzugehen. „In den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, Twitter und YouTube, wurden von diversen Frauen schwerwiegende Vorwürfe zulasten unseres Mandaten erhoben“, heißt es in dem Statement. So sei behauptet worden, Frauen seien bei Konzerten „von Rammstein mithilfe von K.-O.-Tropfen beziehungsweise Alkohol betäubt worden“, um Lindemann zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können. „Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr.“
Des Weiteren kritisierte die Rechtsanwaltskanzlei die Berichterstattung der Medien im Fall Lindemann. In einer Vielzahl von Fällen sei es zu einer „unzulässigen Verdachtsberichterstattung“ gekommen. Es sei nicht nur versäumt worden, „hinreichend Beweistatsachen zu recherchieren und zusammenzutragen“, sondern auch gegen die Vorgabe verstoßen worden, „ausgewogen und objektiv zu berichten“.
Rammstein adressiert Fans und bittet, Vorverurteilungen zu unterlassen
In den vergangenen Tagen hatte eine Vielzahl von Medien über Lindemann berichtet, darunter die WELT AM SONNTAG und der Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutsche. In den Artikeln erhoben mehrere Frauen, teils anonym, schwere Vorwürfe gegen die Band. Wenig später hatten weitere Frauen, darunter die 21-jährige Influencerin Kayla Shyx, die Vorwürfe teilweise bestätigt und von Situationen auf Rammstein-Konzerten berichtet, die ihnen Angst bereitet hätten.
In einer Stellungnahme von Rammstein hieß es bereits vor einigen Tagen, die Vorwürfe hätten sie sehr getroffen und man nehme sie außerordentlich ernst. „Unseren Fans sagen wir: Es ist uns wichtig, dass ihr euch auf unseren Shows wohl und sicher fühlt – vor und hinter der Bühne.“ Man verurteile jede Art von Übergriffigkeit und bitte, sich nicht an öffentlichen Vorverurteilungen zu beteiligen.
Gestern spielte Rammstein noch ein Konzert vor 60.000 Fans in München. Bei den Anwälten Schertz & Bergmann handelt es sich um die vielleicht bekanntesten Medienanwälte Deutschlands, die bereits eine Vielzahl von prominenten vertreten haben.
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