Baerbock fehlt besonders gern, FDP kriegt Fleiß-Bienchen: So oft schwänzen Politiker den Bundestag
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Sie sind nicht besser als eine durchschnittliche Schulklasse: Auch im Bundestag wird regelmäßig geschwänzt und gefaulenzt!
Das Handelsblatt hat die Fehltage unserer Bundestagsabgeordneten ausgewertet. Eine eindeutige Tendenz dürfte so mancher aus dem normalem Berufsleben kennen: Je näher das Wochenende kommt, desto mehr Abgeordnete fehlen. Insgesamt fehlen mittwochs laut Handelsblatt durchschnittlich knapp 42 Abgeordnete, donnerstags 46 – und freitags dann 63 gewählte Bundespolitiker.
Erst mal schön ins lange Wochenende ...
Beim Blick auf einzelne Politiker und Fraktionen zeigen sich dann aber durchaus Unterschiede im Präsenzverhalten:
Stammgast und immer weit vorn auf der jährlich veröffentlichten Schwänzer-Liste ist auch in diesem Jahr die Ex-Linken-Abgeordnete Sahra Wagenknecht (jetzt BSW). Sie fehlte im aktuellen Ranking bei 36 von bislang 152 Sitzungen dieser Wahlperiode (zirka 25 Prozent). Und: Wagenknecht gab bei mehr als der Hälfte (70) der 138 namentlichen Abstimmungen keine Stimme ab.

Zusammen mit Annalena Baerbock ganz vorn im Schwänzer-Ranking: Ex-Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht
Das Handelsblatt fragte bei Wagenknecht nach, warum sie so oft fehlt. Antwort: Sie sei öfter krank gewesen und habe viele Termine.
Doch Wagenknecht ist nicht allein an der Spitze: Ebenfalls 36 Fehltage weist Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) auf. Als Außenministerin ist sie aber auch viel unterwegs – und hat damit in einigen Fällen eine gute Entschuldigung.
Glänzt ebenfalls durch Abwesenheit: Linken-Politiker Jan Korte, ehemaliger Parlamentarischer Geschäftsführer der mittlerweile aufgelösten Linken-Fraktion. Er verpasste knapp ein Drittel der 152 Sitzungen.

Insgesamt betrachtet fehlt die AfD-Fraktion besonders häufig.
Welche Fraktion ist am faulsten?
- AfD-Abgeordnete verpassten insgesamt 10,2 Prozent aller Sitzungen (1213 Fehltage).
- Linke bis zur Auflösung: 9,9 Prozent (535 Fehltage).
- Grüne waren bei 6,9 Prozent der Sitzungen nicht da (1246 Fehltage).
- CDU/CSU: 5,9 Prozent Abwesenheit (1757 Fehltage).
- SPD nicht viel besser: 5,6 Prozent Abwesenheit (1765 Fehltage).
- Fleißbienchen an die FDP: Ihre Abgeordneten waren „nur“ bei 4,7 Prozent aller Sitzungen nicht anwesend (659 Fehltage).
Rund zehn der bislang 152 bisherigen Sitzungen dieser Wahlperiode hat der Im Durchschnitt haben Bundestagsabgeordnete bislang zehn von 152 Sitzungen verpasst.
Am häufigsten fehlte übrigens der fraktionslose Abgeordnete Uwe Witt. Er war nur bei sieben Sitzungen anwesend, was allerdings an gesundheitlichen Problemen liegen soll.
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