Baerbock sagt 50 Millionen Euro Soforthilfe für Gaza-Streifen zu
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Bei einem Besuch in Amman hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) eine Soforthilfe von 50 Millionen Euro für die Palästinenser im Gazastreifen angekündigt.
Ein Großteil dieses Geldes soll an das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) gehen, eine Organisation, die in der Vergangenheit bereits in der Kritik stand. Das berichtet die Welt.
Mehr lesen: Hamas-Rakete trifft Schule in Gaza – Hunderte tote Zivilisten!

Bundesaußenministerin Baerbock am gestrigen Donnerstag in Jordanien
Das UNRWA, das 1949 speziell für Palästina-Flüchtlinge gegründet wurde, ist das einzige Hilfsprogramm seiner Art, während der UNHCR für alle anderen Flüchtlinge weltweit zuständig ist. Kritiker des UNRWA weisen darauf hin, dass der Status als Palästina-Flüchtling vererbt wird – was einzigartig ist und den Nahost-Konflikt weiter anheizt. Zudem wurden Schulen des Hilfswerks in der Vergangenheit als Waffenlager und Raketenabschussorte genutzt, und in einigen ihrer Lehrbücher wurden antisemitische Inhalte gefunden.

Baerbock am Verhandlungstisch mit Jordaniens Außenminister Ayman Safadi und einer Vertreterin der palästinensischen Flüchtlinge
Trotz dieser Bedenken betonte Baerbock, dass Deutschlands Hilfe den Palästinensern zugutekommen soll, insbesondere jenen, die Opfer des Angriffs der Terror-Hamas wurden. Ein Hauptziel der Unterstützung sei die Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Gazastreifen. Deutschland plant, medizinische Teams nach Gaza zu entsenden und schwer verletzte Kinder zu behandeln.
Deutschland ist bereits einer der größten Geldgeber des UNRWA. Im letzten Jahr leistete die Bundesrepublik einen Beitrag von 202 Millionen Dollar. Nach dem Angriff der Hamas auf Israel gab es in Deutschland und der EU Debatten über die Einstellung der Hilfszahlungen an die Palästinenser. Das Bundesentwicklungsministerium und die EU-Kommission haben jedoch beschlossen, die Zahlungen zu überprüfen.
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