Bauindustrie schlägt Alarm: Milliardenloch gefährdet neue Autobahnprojekte
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Die deutsche Bauindustrie warnt eindringlich vor den Folgen einer milliardenschweren Finanzlücke bei Autobahnprojekten. Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, sprach von einer „Bankrott-Erklärung“. Die Abgeordneten im Bundestag müssten „endlich aufwachen“ und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder mehr finanziellen Spielraum gewähren, forderte er.
Müller machte deutlich, was auf die Bürger zukomme, sollten Bauprojekte verschoben oder gestrichen werden: „Kaputte Brücken und Straßen, Sperrungen, Umleitungen, Stau.“ Die Industrie kritisiert seit Jahren, dass die Infrastruktur stark unterfinanziert sei. Ursprünglich sollte ein Sondervermögen helfen, diese Lücke zu schließen. Doch statt das Milliardenpaket für Wirtschaftswachstum und Standortmodernisierung einzusetzen, erlebe man lediglich einen Verschiebebahnhof der Haushaltsmittel, so Müller.
Das Bundesverkehrsministerium bestätigte die Dimension des Problems. Eine Sprecherin erklärte am Donnerstag, dass das Defizit für Bundesfernstraßen im Zeitraum 2026 bis 2029 bei insgesamt rund 15 Milliarden Euro liege. Betroffen seien nicht nur neue Autobahnen, sondern auch Bundesstraßen.
Damit drohen zahlreiche Ausbau- und Neubauprojekte in den kommenden Jahren ins Stocken zu geraten – mit spürbaren Folgen für Autofahrer und Wirtschaft gleichermaßen.
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