Vier Tage nach Weihnachten: Kältebus der Berliner Stadtmission in Brand gesetzt
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In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind in Berlin-Moabit zwei Kältebusse der Berliner Stadtmission durch einen mutmaßlichen Brandanschlag schwer beschädigt worden. Ein Fahrzeug brannte vollständig aus, das zweite wurde durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung; ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts hat die Untersuchungen übernommen.
Wie der rbb berichtet, hatte ein Zeuge gegen 3:00 Uhr in der Seydlitzstraße beobachtet, wie eine unbekannte Person bei den abgestellten Bussen stand. Kurz darauf loderten Flammen auf. Der Zeuge alarmierte die Feuerwehr, die den Brand löschte.
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Für die Obdachlosenhilfe in Berlin kommt der Ausfall der Fahrzeuge zur Unzeit: Nachts sinken die Temperaturen aktuell unter den Gefrierpunkt. „Das ist bei den aktuellen Temperaturen dramatisch und lebensgefährlich“, sagte Christian Ceconi, Direktor der Berliner Stadtmission. Die Kältebusse – seit 1994 im Einsatz – bringen in kalten Nächten Schlafsäcke, heißen Tee, Lebensmittel und warme Gerichte zu Menschen auf der Straße oder transportieren sie bei Bedarf in Notunterkünfte.
Kalte Temperaturen können für Lebensgefahr sorgen
Die Stadtmission verfügt normalerweise über drei eigene Busse, die von rund 60 Ehrenamtlichen betrieben werden. Im vergangenen Winter konnten sie damit 2100 Menschen in sichere Unterkünfte bringen. Nun steht nur noch ein eigener Bus zur Verfügung. Der Träger GEBEWO sprang kurzfristig ein und stellte einen VW-Bus mit Rollstuhlrampe bereit; das Deutsche Rote Kreuz betreibt zudem einen eigenen Wärmebus.

Die Busse versorgen eine vierstellige Zahl von Obdachlosn, die gerade jetzt, bei Minusgraden, mitunter in Lebensgefahr geraten können.
„In Nächten wie diesen ist die Anrufrate hoch, da gehen im Schnitt 120 Anrufe und mehr ein“, berichtete Stadtmissionsprecherin Barbara Breuer. „Nicht alle Menschen wollen aber in eine Notunterkunft gebracht werden, manchen reicht auch ein Schlafsack und ein Tee.“ Breuer betonte: „Mit zwei Bussen kann man natürlich nicht das schaffen, was sonst drei schaffen.“
Die Stadtmission bittet nun dringend um Spenden, um einen neuen Bus anzuschaffen und das beschädigte Fahrzeug schnell wieder instand zu setzen. Die Kältehilfe mit mobilen Einsätzen läuft seit dem 1. November; die Notübernachtungsplätze sind bereits seit Oktober geöffnet.
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