Berlin: Nächste Festnahme nach Gruppenvergewaltigung im Görlitzer Park
- Im Rahmen der Ermittungen um die Gruppenvergewaltigung im Görlitzer Park in Berlin konnte am Sonntagabend ein zweiter Tatverdächtiger festgenommen werden.
- Es handelt sich um einen 22-Jährigen aus Guinea-Bissau.
- Allein im ersten Halbjahr 2023 kam es im Görlitzer Park zu 21 Sexualstraftaten.
Nach dem Bekanntwerden einer Gruppenvergewaltigung im Görlitzer Park in Berlin ist am Sonntagabend ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen worden. Das teilte die Berliner Polizei am Montagvormittag mit.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 22-jährigen Mann. Er sei am Sonntag gegen 18 Uhr in der Skalitzer Straße Ecke Görlitzer Straße durch eine Brennpunkt- und Präsenzeinheit entdeckt worden. Der Mann, der gemäß der Staatsanwaltschaft aus Guinea-Bissau stammen soll, sitzt aktuell in Untersuchungshaft.
Bereits am Donnerstag verkündete die Polizei eine erste Festnahme gegen einen 22-jährigen Somalier. Die Ermittlungen gegen die anderen Tatverdächtigen dauern an.
Die Tat ereignete sich bereits im Juni. Demnach soll ein Pärchen in den frühen Morgenstunden des 21. Juni zunächst von einer Gruppe Dealer überfallen und ausgeraubt worden sein. Im Anschluss musste der Mann mitansehen, wie seine Freundin mehrmals vergewaltigt wurde.
Tat wurde spät publik
Für Kritik hatte auch die Tatsache gesorgt, dass der Fall erst durch Recherchen der Berliner B.Z. publik wurde. Eine entsprechende Pressemitteilung der Behörden gab es, genau wie schon bei der Gruppenvergewaltigung vom Berliner Schlachtensee, zunächst nicht. Stephan Weh, Berliner Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft verteidigte am Donnerstag jedoch das Vorgehen der Polizei. „Die Polizei muss bei der Kommunikation auch immer daran denken, die Ermittlungen nicht zu gefährden. Im aktuellen Fall kann man angesichts der ersten Festnahmen schon festhalten, dass die besonnene und zurückhaltende Herangehensweise Früchte trägt.
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Allein im ersten Halbjahr 2023 kam es im Görlitzer Park zu 21 Sexualstraftaten. Darunter acht schwere Taten unter dem Stichwort „Vergewaltigung/sexuelle Nötigung“ und 13 weitere Sexualdelikte. Bundesweit kommt es jeden Tag im Schnitt zu zwei Gruppenvergewaltigungen. Die Hälfte der Tatverdächtigen besitzt keinen deutschen Pass.
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