Berührende Worte nach jahrelanger Feindschaft: Uli Hoeneß nimmt Abschied von Austria-Legende Christoph Daum
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Er war über viele Jahre einer der schillerndsten Trainer im Profifußball. Von Oktober 2002 bis Juni 2003 trainierte er die Wiener Austria – und führte sie zum Double in Österreich: Christoph Daum (†70). Nach seinem Krebs-Tod Samstagnacht in Köln, fand jetzt auch sein früherer „Erzfeind“, der Ehrenpräsident von Bayern München Uli Hoeneß (72), berührende Worte zum Tod der Trainer-Ikone.
„Christoph Daum ist sein ganzes Leben keinem Disput aus dem Weg gegangen, aber wir beide haben vor langer Zeit unseren Frieden gemacht, und die Nachricht von seinem Tod macht auch mich sehr betroffen“, erklärte Uli Hoeneß nun in einer Pressemitteilung.

Christoph Daum als Trainer von Bayer Leverkusen 1998.
Daum habe „tapfer gegen seine Krankheit gekämpft und dabei mit seinem offenen Umgang mit dem Thema auch vielen betroffenen Menschen Mut gemacht. Den letzten Kampf konnte er am Ende nicht gewinnen, aber der deutsche Fußball wird ihn als einen Menschen in Erinnerung behalten, der immer alles gegeben hat – für seine Vereine, seine Mannschaften und weit darüber hinaus“, so Hoeneß weiter.
„Es war wirklich ein wunderschönes Gespräch, wir haben unseren Frieden geschlossen“
Der jahrelange Dauerstreit zwischen Daum und Hoeneß war 1989 im berühmt berüchtigten Sportstudio-Duell total eskaliert. Erst kurz vor Daums 70. Geburtstag kam es bei einer Aussprache im Rahmen der Sky-Doku „Daum – Triumphe & Skandale“ bei einem Treffen am Tegernsee zur Versöhnung. “Es war wirklich ein wunderschönes Gespräch, wir haben unseren Frieden geschlossen“, erzählte Daum kurz danach. Und: „Was herüberkommt ist, dass Leute, die sich bekämpft haben, wieder zusammensetzen. Wieder miteinander sprechen, statt übereinander. Wieder Brückenbauer sind. Und das war in der heutigen Zeit für mich ein wichtiges Signal an diese Gesellschaft und das ist uns gelungen“.
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