#besserohnemesser: Innenminister Reul startet Anti-Messer-Kampagne in Nordrhein-Westfalen
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Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) weiht heute in Nordrhein-Westfalen die Anti-Messer-Kampagne #besserohnemesser ein. Citylight-Poster aus Düsseldorf, die NIUS dokumentiert, zeigen dabei, wie das Innenministerium gemeinsam mit der Polizei in mehreren Sprachen dafür wirbt, auf Messer zu verzichten.
Die Kampagne ist Teil eines Zehn-Punkte-Plans, den das Innenministerium von NRW Ende August erstmalig vorgestellt hatte. Der Anlass: Straftaten mit Stichwaffen haben sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Auffällig ist auch das junge Alter: Die Täter sind meistens unter 21 Jahre.
Das NRW-Innenministerium stellte die Anti-Messer-Aktion so vor:
„Im Mittelpunkt der Kampagne steht das Plakat ‚Besser ohne Messer‘, das sowohl in Unterbringungseinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften als auch in Vereinen, Institutionen und Gemeinden verbreitet wird. Das Plakatmotiv richtet sich an eine junge Zielgruppe und ist prägnant und einfach verständlich. Es beinhaltet neben einem Messer-Verbotsschild den Slogan ‚Besser ohne Messer‘ in verschiedenen Sprachen. Damit zieht es Aufmerksamkeit auf sich und vermittelt die klare Botschaft, dass das Mitführen von Messern nicht erwünscht beziehungsweise sogar verboten ist. Die Kombination von Slogan und Verbotsschild macht klar: Messer sind im öffentlichen Raum nicht gewollt!“

Innenminister Herbert Reul (CDU)
Weiter schreibt das Ministerium:
„Mit den Sprachen Deutsch, Arabisch, Persisch, Türkisch, Rumänisch, Serbisch und Polnisch ist der Slogan in die für die überwiegende Zahl der Täterinnen und Täter verständlichen Sprachen sowie mit Englisch und Französisch in zwei international weit verbreitete Sprachen übersetzt.“

Teil der Anti-Messer-Kampagne ist auch ein Flyer.

Auch ein Plakat, das in Asylunterkünften aufgehängt wird, gehört zur Aktion.
Da Solingen in NRW liegt, wo ein islamistischer Terrorist drei Menschen ermordete und weitere schwer verletzte, betont das Innenministerium, dass die Anti-Messer-Kampagne keine Reaktion auf den Anschlag ist. Vielmehr reagiert man auf einen allgemeinen Trend zu mehr Messergewalt. Wie NIUS berichtete, ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Messer-Kriminalität an den Schulen im Vergleich zum Vorjahr um fast 52 Prozent gestiegen. Das geht aus Zahlen des Innenministeriums vor. Demnach verzeichnete das Landesinnenministerium im vergangenen Jahr 293 Straftaten an Schulen mit Stichwaffen. Damit sind die Zahlen zur Messergewalt explodiert. 2022 erfassten die Behörden 193 Fälle.
In Nordrhein-Westfalen insgesamt ist im vergangenen Jahr die Zahl der Messer-Straftaten um fast 50 Prozent gestiegen. Gab es 2022 laut polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) 4191 Messerdelikte, waren es 2023 bereits 6221. Jeder dritte Tatverdächtige ist dabei unter 21 Jahre alt; knapp 87 Prozent sind männlich. Mit 47,4 Prozent hat fast die Hälfte der 5686 mutmaßlichen Täter keinen deutschen Pass.
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