Böhmermann kritisierte Ticketanbieter in „ZDF Magazin Royale“ – jetzt kracht die Aktie von Eventim ein
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- Die Aktie des Ticketanbieters CTS Eventim ist nach Kritik von TV-Satiriker Jan Böhmermann stark gefallen.
- Böhmermann kritisierte in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ die Marktmacht und Gebührenpolitik von Eventim.
- Trotz der jüngsten Kursverluste waren die Zahlen von Eventim zuletzt deutlich über dem Vor-Corona-Niveau.
Die Aktie des Ticketanbieters CTS Eventim hat einen schweren Schlag erlitten. Nach Kritik von TV-Satiriker Jan Böhmermann in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ fiel der Aktienkurs um mehr als neun Prozent. Doch was hat Böhmermann gesagt, dass die Anleger so reagieren?
In seiner Sendung „Mit Fantasiegebühren zum Eventimperium“ kritisierte Böhmermann die Marktmacht von Eventim und bezeichnete die Verkaufsgebühren für Tickets als zu hoch. „Die Resultate zeigen, dass das Interesse für Live-Entertainment ungebrochen ist“, sagte Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg bei der Präsentation der Zahlen. Böhmermann sieht als Grund für das enorme Umsatzwachstum eher die mehr als 272 Millionen Euro Corona-Hilfen, die Eventim vom Staat bekommen haben soll.
Die Reaktion der Anleger
Die Anleger reagierten prompt auf die Kritik. Die Aktie des im M-Dax notierten Unternehmens rutschte am Montag im Tagesverlauf deutlich ab und lag zum Handelsschluss rund 8,8 Prozent im Minus. Vielfach wurde der Kurssturz der Aktie als Folge der Böhmermann-Schelte gedeutet.
Eventim in der Kritik
Eventim in der Kritik
Die Kritik an Eventim ist nicht neu. Die Verbraucherzentrale Bundesverband verklagt den Ticketanbieter, weil Käufer bei abgesagten Veranstaltungen nicht den vollen Preis zurückbekommen, sondern Eventim Gebühren einbehält. Mehr als 1500 Menschen haben sich der Musterfeststellungsklage bereits angeschlossen. Auch das Bundeskartellamt hat das Unternehmen wegen seiner marktbeherrschenden Stellung schon länger im Blick.
Trotz der jüngsten Kursverluste waren die Zahlen von Eventim zuletzt deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Im ersten Quartal 2023 lag der Umsatz um fast 30 Prozent über dem Niveau von Anfang 2019, also dem letzten Jahr, das noch nicht von der Corona-Krise beeinflusst war. Doch die Kritik an der Gebührenpolitik und der Marktmacht von Eventim bleibt bestehen. Es bleibt abzuwarten, wie das Unternehmen auf die Kritik reagiert und ob es seine Geschäftspraktiken ändert. Die Börsenreaktion zeigt, dass die Anleger die Kritik ernst nehmen.
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