Bundesregierung investiert 45 Millionen Euro Steuergeld für eine Wasserstoff-Bahn, die nicht fährt
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- Der Taunus sollte das Aushängeschild für die weltweit größte Wasserstoff-Flotte werden – emissionsfrei, modern, zukunftssicher.
- Doch statt eines Vorzeigeprojekts endet alles im Horror: Die hochgelobten Wasserstoff-Züge streiken, Hersteller Alstom ist überfordert.
- Und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) steht vor einem Scherbenhaufen, berichtet die Frankfurter Neue Presse.
Was einst als innovatives Leuchtturmprojekt gedacht war, entwickelt sich demnach zu einem teuren Albtraum. Rund 500 Millionen Euro Volumen hat das Projekt, doch die Züge stehen überwiegend im Depot. Die Technik versagt, der Betrieb ist eine Katastrophe. Im Usinger Land fährt schon lange kein Wasserstoffzug mehr planmäßig, stattdessen müssen Pendler sich mit Bussen und Notfahrplänen abmühen.
Mehr als 50 Millionen Euro Steuergelder vom Bund versenkt
Für das Bahn-Fiasko im Rhein-Main-Verkehrsverbund hat alleine der Bund mehr 24 Millionen Euro Steuergeld zugeschossen. Die Wasserstoffzüge „wurden, inkl. Wasserstofftankstelle, mit Bundesmitteln in Höhe von 24.331.833,00 Euro gefördert. Davon in den Jahren 2018 mit 3.705.643,46 Euro, 2019 mit 6.392.111,88 Euro, 2020 mit 8.468.648,20 Euro, 2021 mit 2.954.669,46 Euro sowie 2022 mit 2.810.760,00 Euro“, teilte die Bundesregierung auf Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Thomas Seitz mit.
Landrat Ulrich Krebs (CDU) äußert Kritik: „Die Belastungen der Reisenden durch Ausfälle und Ersatzverkehre und die Belastungen des Personals (...) durch ständige Neuplanungen im Betriebsablauf sind nicht mehr länger hinnehmbar.“ Auch eine alt bewährte Maßnahme steht nun im Raum – die Rückkehr zu Diesel-Zügen!

CDU-Landrat Ulrich Krebs
Hersteller Alstom im Kreuzfeuer
Der Schuldige scheint schnell gefunden: Alstom, der milliardenschwere Zughersteller, steht massiv unter Druck. Der französische Konzern kann die Züge nicht zum Laufen bringen, spricht von Materialengpässen und „eingeschränkter Funktionalität einzelner Brennstoffzellen“. Hinter diesen technischen Problemen steckt wohl eine unangenehme Wahrheit: Die Wasserstoff-Technologie scheint noch nicht ausgereift genug für den täglichen Zugbetrieb zu sein.
Die Folgen für die Pendler sind dramatisch. Tägliche Verspätungen, Zugausfälle und der Einsatz von Bussen statt moderner Züge sorgen für Unmut. Das Versprechen eines umweltfreundlichen und komfortablen Nahverkehrs hat sich in Luft aufgelöst. Stattdessen herrscht Chaos.
Der RMV versucht, die Wogen zu glätten, doch auch dort weiß man nicht, wie es weitergehen soll. Kündigungen von Verträgen werden geprüft, und Alstom wird bereits sanktioniert. Doch das ändert nichts an der katastrophalen Lage vor Ort. Selbst ein Modernisierungsprogramm für die Brennstoffzellen ist erst für das nächste Jahr geplant – zu spät für die Pendler, die jeden Tag aufs Neue auf den Ersatzverkehr angewiesen sind.
Übrigens: Der Bund fördert die Idee von Wasserstoffzügen und deren Tankinfrastruktur auch an anderen Orten. Dafür fließen noch einmal mehr als 20,7 Millionen Euro Steuergeld!
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