Claudia Roths Kultur-Behörde besonders betroffen: Regierungs-Mitarbeiter öfter krank als Normal-Angestellte
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Bundeswirtschaftsminister Habeck erklärte vor wenigen Tagen, der hohe Krankenstand in Deutschland sei Mitschuld am Wirtschaftsabsturz. Neue Zahlen des Innenministeriums zeigen nun: Viele Mitarbeiter der Bundesregierung – immerhin 355.000 Beschäftigte – melden sich besonders oft arbeitsunfähig.
Eine Behörde sticht laut Bild bei den Fehlzeiten besonders hervor: Die Mitarbeiter der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Claudia Roth (Grüne) blieben besonders oft zuhause! Durchschnittlich 29 Krankheitstage (Zahlen von 2022). Es folgen die Mitarbeiter des Bundesrats mit 25,6 Tagen und Angestellte des Bundestags mit 24,4 Tagen.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) vor wenigen Tagen auf der Berlinale. Das Filmfest wird von einem Antisemitismus-Skandal erschüttert.
Durchschnittlich fiel jeder Mitarbeiter des Bundes 21,7 Tage wegen Arbeitsunfähigkeit aus, berichtet Bild. Ein massives Plus von 4,5 Tagen im Vergleich zum Vorjahr. Beamte waren laut Bild 21,6 Tage krank, Arbeiter und Angestellte 24 Tage. Frauen waren laut Bericht öfter krank (23,1 Tage) als Männer (20,8 Tage).
Bei diesen Behörden sind die Fehlzeiten drastisch gestiegen
Die wenigsten Krankheits-Fehltage sammelte laut Bild das Entwicklungshilfeministerium von Svenja Schulze (SPD) mit 11 Tagen, auch Bundesrechnungshof (12,1 Tage) und Bundesverfassungsgericht (12,9 Tage) meldeten sich demnach deutlich seltener krank als der Durchschnitt.
Beim Bundesrat sind die Fehlzeiten (siehe oben) übrigens drastisch gestiegen, die Beschäftigten meldeten sich 9,27 Tage länger krank als im Jahr 2021. Auch andere Behörden verbuchten deutlich mehr Krankenstand, Mitarbeiter des Datenschutzbeauftragten fehlten 7,87 Tage und des Bundestag 6,26 Tage mehr als im Jahr zuvor.
Beim Entwicklungshilfeministerium sanken die Fehlzeiten um 1,01 Tage, beim Bundesrechnungshof um 0,48 Tage.
Die durchschnittliche Fehlzeit aller Beschäftigten in Deutschland lag 2022 bei 21,3 Tagen.
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