„Das ist etwas, was mir wahnsinnig Sorge bereitet“: Verfassungsschutzchef warnt vor gewalttätigen Linksextremisten
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Bei einem Interview am Rande des 21. Symposiums des Bundesamts für Verfassungsschutz hat Behördenchef Sinan Selen eine ungewöhnlich deutliche Warnung vor wachsenden Gefahren für Deutschland ausgesprochen. Besonders der Linksextremismus bereite ihm große Sorgen, der immer extremere Gewalt anwende. Ebenso wie weiterhin bestehende islamistische Bedrohungen.
„Wir sehen besorgniserregende Entwicklungen, gerade in autonomen Szenen. Wir sehen besorgniserregende Entwicklungen im Linksextremismus, sehr aktionsorientiert, bis hin zu Brandstiftungen und Sabotageaktionen“, wird Selen von Welt zitiert. „Denken Sie beispielsweise an das, was hier in Berlin passiert ist, wo ganze Stadtteile mehr oder weniger im Dunkeln lagen. Das ist etwas, was wir im Blick behalten müssen.“
Selen weiter: „Was wir im Blick behalten müssen, ist aber auch die Links-Rechts-Auseinandersetzung. Das heißt also, Linksextremisten, die sogenannte politische Gegner angreifen, körperlich misshandeln und Angriffe verüben, die mitunter auch lebensgefährlich sein können. Das ist etwas, was mir wahnsinnig Sorge bereitet.“

Verfassungsschutzchef Selen mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in der Bundespressekonferenz
Hohes Gefahrenpotential auch durch islamistische Gewalt
Dazu warnte Selen auch eindringlich vor der nach wie vor erheblichen Gefahr durch islamistische Gewalt: „Die islamistische Bedrohung war nie weg. Sie ist auf einem hohen Niveau und wir haben auch zwei Faktoren, die Sie berücksichtigen müssen. Islamistischer Terrorismus findet nicht nur in Organisationen wie IS statt, sondern auch durch Radikalisierung im Internet. Junge Menschen, die durch radikale Inhalte dann zu einem Tatentschluss gebracht werden und als Einzeltäter Anschläge verüben. Das ist eine besondere Gefahr, mit der wir konfrontiert sind und dafür bieten bestimmte Organisationen aus dem extremistischen Feld auch einen Nährboden. Auch das müssen wir sehr genau im Blick behalten.“
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