Das war NIUS Live am Mittwoch: Flaggen, Fliegen und erdachte Hitze
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NIUS LIVE am Mittwochmorgen: Der 3. Juli fühlte sich eher wie der 1. April an, als sich Moderator Alex Purrucker und die NIUS-Reporter Pauline Voss und Julius Böhm mit unserem täglichen bundesdeutschen Irrsinn auseinandersetzen mussten. Das Trio debattierte wieder engagiert über aktuelle Themen, die Deutschland bewegen:
- Die Bundeswehr verbietet an ihrer Universität in Hamburg Deutschland-Flaggen.
- Baerbock setzt Nachtflugverbot aus – aber nur für sich selbst.
- Angebliche Hitzewelle: Hat das jemand dem Wetter mitgeteilt?
Hier geht’s direkt zur Aufzeichnung der Sendung:
Unter falscher Flagge?
Gleich zu Beginn geht es um den brisanten Befehl an die Bundeswehrsoldaten, zumindest an die der Bundesuniversität in Hamburg, keine deutsche Flagge mehr zu hissen oder auch nur vom Balkon zu hängen.
„Es soll Verkehrsunfällen vorgebeugt werden“, zitierte Moderator Purrucker aus der offiziellen Begründung, was zu großer Erheiterung im Studio führte: „Wir kennen ja alle die Unfalltoten im Jahr durch Flaggen“, gab Pauline Voss zu Bedenken und brachte das Thema auf einen nationenübergreifenden Kontext: „Der Westen macht sich selber schwach – und zwar absichtlich“.

Der Campus der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg von oben
Julius Böhm rückt dies in die richtige Perspektive, weil es hier auch um das Privatleben der Soldaten gehe: „Man muss wissen, die Soldaten sind da nicht nur ein paar Wochen untergebracht. Das ist ihr erster Wohnsitz“, sagte er über die Wohnheime der Soldaten, die ihr Land wohl offensichtlich immer noch verteidigen, aber bitte nicht lieben sollen.
Baerbock fliegt Kurzstrecke – entgegen aller Versprechen
Der zu besprechende Irrsinn geht weiter: Außenministerin Annalena Baerbock hebelte scheinbar eigenmächtig das Nachtflugverbot aus, um die 178 Kilometer von Frankfurt nach Luxemburg im bequemen Regierungsflieger zurücklegen zu können. Das war in doppelter Hinsicht bemerkenswert, da sie ausgerechnet von einem Flughafen abhob, dessen Startbahn-West 1984 bzw. der Protest gegen diese das Aushängeschild der jungen grünen Protestbewegung war.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne)
„Eine Außenministerin hat die Aufgabe, durch die Welt zu fliegen“, räumt Böhm ein, gibt aber zu bedenken, dass hier mit zweierlei Maß gemessen werde: „Deutsche hassen nichts mehr als Regeln, die nur manche einhalten müssen.“

Vielfliegerin Baerbock auf dem Weg nach Warschau
Man müsse hier auch bedenken, dass Baerbock von einem Fußballspiel kam, bei dem sie ganz offensichtlich nicht selbst mitspielte – die Hochleistungssportler auf dem Spielfeld sich aber an das Nachtflugverbot halten mussten. Denn dieses, so Böhm, hatten die Frankfurter Grünen erfolgreich aufrechterhalten, als der Wunsch der deutschen Nationalmannschaft nach einer Ausnahme laut wurde.
„Die Leute fühlen sich irgendwann von der Politik verarscht“, resümiert Pauline Voss das Thema kurz und knapp.
Deutschlands Hitzewelle und die große Angst
Der nächste irrsinnige Programmpunkt: die alles erdrückende Hitzewelle, die sich überall in den Medien und somit unseren Köpfen abzuspielen scheint, aber scheinbar nicht in unseren Gärten oder auf unseren Balkonen.
„3200 Hitzetote gab es im letzten Jahr in Deutschland“, sagt Böhm, wies aber auch darauf hin, dass es sich größtenteils um ältere Menschen handelte, deren Ableben möglicherweise sowieso anstand.

Das RKI ist in Deutschland für das Monitoring hitzebedingter Todesfälle verantwortlich.
„In deren Argumentation kommt am Ende immer der Klimawandel raus“, fasst Pauline Voss die mediale Berichterstattung zusammen und verrät, dass sie heute sowohl einen Pullover als auch einen Mantel dabei habe, weil die „Hitzewelle“ sie scheinbar noch nicht erreicht habe.
In der Diskussion darf Gesundheitsminister Karl Lauterbach natürlich nicht fehlen, dessen nasale Warnung vor dem Klimawandel mit einem Einspieler illustriert wurde: „Der Klimawandel hat Folgen für die Gesundheit“, lässt der SPD-Politiker dort verlautbaren. „Das ist ein Politiker, der seinen ganzen Ruhm der Panik verdankt“, bringt Pauline Voss den Politiker samt seiner Aussagen vortrefflich auf den Punkt, stellt aber auch klar, dass sie schon glaube, es gäbe einen von Menschen verursachten Klimawandel. Sie hadere aber mit der allumfassenden Angst, mit der dieser medial ausgeschlachtet werde.
Ihr Kollege Böhm stimmt zu: „Ich kann nicht von Hitzehölle reden, wenn es morgens im Juli 13 Grad sind.“
Hitzig wird es sicherlich auch morgen bei NIUS LIVE, wenn wir die Fettnäpfchen besprechen, in die bundesdeutsche Politiker heute noch tappen werden. Übrigens: NIUS Live finden Sie ab sofort auch auf Spotify - empfehlen Sie den Nummer-1-Podcast gerne weiter!
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