Deutsche Behörden ahnungslos: Taliban-Führer reiste unbemerkt nach Deutschland ein
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Der Skandal um den Taliban-Auftritt in Köln-Chorweiler geht in die nächste Runde. „Wir verurteilen den Auftritt des Taliban-Vertreters Abdul Bari Omar in Köln auf das Schärfste. Zu den uns vorliegenden Personendaten wurde kein Visum durch eine unserer Visastellen erteilt“, teilte das Auswärtige Amt auf X mit. „Wir prüfen in engem Austausch mit den Innenbehörden und Partnern weitere Maßnahmen.“ Deutsche Ministerien: ahnungslos, während Mitglieder von Terrororganisationen hierzulande auftreten können.
Diese Begründung wirft Fragen auf: Eigentlich benötigen afghanische Staatsangehörige ein Reisevisum, um die Bundesrepublik zu betreten. Sie unterliegen Personenkontrollen an Flughäfen. Ebenso sollten Bundesbehörden auch Kenntnis darüber erlangen, wenn Personen, die Terrorgruppierungen zuzurechnen sind, deutschen Boden betreten.
Weiter heißt es: „Die Reise wurde uns nicht angekündigt. Wir erkennen die Taliban nicht an. Solange die Taliban in Afghanistan in eklatanter Weise die Menschenrechte, insbesondere die Rechte von Frauen und Mädchen mit Füßen treten, wird es keine Normalisierung mit dem Taliban-Regime geben.“
Ebenfalls fraglich: Wer besuchte die Informationsveranstaltung des Taliban-Führers Abdulbari Omar, der darüber sprach, wie das Land immer friedlicher und wiederaufgebaut werde? Viele der Afghanen flohen, zumindest offiziell, vor den Taliban. Anscheinend aber schreckte der Besuch des Terrorführers viele Afghanen nicht davor ab, die Informationsveranstaltung dennoch zu besuchen.
Nach Informationen von NIUS wusste auch das Bundesinnenministerium nicht über den Auftritt Bescheid. Und: Auch das Amt für Bundesverfassungsschutz befindet sich nur wenige hunderte Meter von der DITIB-Moschee in Köln-Chorweiler. Doch auch der Inlandsgeheimdienst erlangte keine Kenntnis darüber, dass sich Islamisten in Führungspositionen des Taliban-Regimes in Deutschland aufhalten.
Hinweise auf Einreise durch WHO
Ein Hinweis, wie Abdulbari Omar in die EU und nach Deutschland eingereist sein könnte, gibt derweil sein eigenes Twitter-Profil: Demnach war der Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums in Afghanistan bei einer Veranstaltung der Weltgesundheitsorganisation WHO in den Niederlanden am 7. November.
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