Deutschkurs im Knast: Wie Ausländer im Gefängnis das Bildungsangebot in Anspruch nehmen
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- Von den 1133 Gefangenen in Justizvollzugsanstalten in Brandenburg besitzen 334 keine deutsche Staatsangehörigkeit.
- Etwas mehr als die Hälfte der Plätze im Bildungsangebot der Anstalten wird von den Gefangenen in Anspruch genommen.
- Von den ausländischen Häftlingen waren die meisten aus Polen, Russland und Georgien.
In den Justizvollzugsanstalten (JVAen) des Landes Brandenburg befanden sich zum Stichtag 30. Juni 2023 insgesamt 1133 Gefangene. Von diesen hatten 334 keine deutsche Staatsangehörigkeit, wie aus einer Antwort der Landesregierung Brandenburg auf eine kleine Anfrage der „Alternative für Deutschland“ hervorgeht.
Die detaillierte Aufschlüsselung zeigt, dass von den 334 ausländischen Häftlingen 324 Männer und 10 Frauen waren. Diese Gefangenen stammten aus 48 verschiedenen Nationen, wobei ein weiterer Gefangener als staatenlos verzeichnet wurde.

Eine Übersicht der Nationalitäten, der ausländischen Häftlinge. Ein Auszug aus der Antwort der Landesregierung.
In den brandenburgischen JVAen werden verschiedene Kurse zur Verbesserung der Deutschkenntnisse angeboten. Von den insgesamt 70 verfügbaren Plätzen in diesen Kursen werden 47 von den Gefangenen genutzt. In der Antwort der Landesregierung heißt es: „Grundbildungskurse richten sich sowohl an Gefangene mit der Erstsprache Deutsch, als auch an Zweisprachige, die zunächst eine andere Sprache als Deutsch erworben haben. Sie haben u.a. das Ziel, Lese- und Schreibkompetenzen zu verbessern.“

Ein Kurs für Analphabeten an einer deutschen JVA
Auf die Frage, ob die Teilnahme an diesen Kursen für die Gefangenen verpflichtend ist, antwortete die Landesregierung: „Eine allgemeine Verpflichtung zur Teilnahme an Bildungsangeboten zur Verbesserung der Deutschkenntnisse sieht das Brandenburgische Justizvollzugsgesetz nicht vor.“ Es gibt keine Sanktionen für die Nichtteilnahme, jedoch kann sich die fehlende Bereitschaft, die Kurse zu besuchen, negativ auf eine mögliche Haftaussetzung auswirken.
Die Kosten für das Bildungsangebot sind ebenfalls in der Antwort aufgeführt. Im Jahr 2023 wurden zusätzlich zu den Gehältern des hauptamtlichen Personals 20.120 Euro für das Bildungsangebot ausgegeben. Im Jahr zuvor, 2022, betrugen die zusätzlichen Kosten 18.640 Euro.
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