Deutschland als „Bordell Europas“: Sexkauf-Verbot nach schwedischem Vorbild
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- Dorothee Bär, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fordert ein Verbot des Sexkaufs in Deutschland.
- Deutschland wird als „Bordell Europas“ bezeichnet und zieht weltweit Sex-Touristen an.
- Experten und Frauenrechtler unterstützen das „Nordische Modell“, bei dem Freier bestraft werden.
Dorothee Bär, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, tritt energisch für ein Sexkauf-Verbot in Deutschland ein, wobei sie auf das „Nordische Modell“ als Vorbild verweist.
„Deutschland hat sich zum Bordell Europas entwickelt“, betont Bär im Gespräch mit der BILD und fordert einen Paradigmenwechsel in der deutschen Prostitutionspolitik. Ihre Forderung stützt sich auf die Tatsache, dass von den geschätzten 250.000 Prostituierten in Deutschland nur um die 10 Prozent behördlich angemeldet sind. Viele dieser Frauen kommen aus dem Ausland, oft unter falschen Versprechungen, und landen in einem System, das sie ausnutzt.
Im Jahr 2022 kamen etwa 1,5 Millionen Sextouristen nach Deutschland – davon waren über 20 Prozent Franzosen. Ein Blick an die Deutsch-Französische-Grenze zeigt, dass Deutschland die Dienstleistung liefert, die in Frankreich verboten ist.

Dorothee Bär (CDU) ist entschiedene Gegnerin der Prostitution.
„Das ist Menschenhandel mitten in Europa, es ist wie Sklavenhaltung“, sagte Bär. „Außerdem werden die Frauen aufs Schlimmste misshandelt – von ihren Freiern und Zuhältern.“
Das „Nordische Modell“, das in Schweden praktiziert wird, könnte eine Lösung bieten. Hierbei werden nicht die Prostituierten, sondern die Freier bestraft. Laut Bär zeigt das schwedische Beispiel, dass durch ein Sexkauf-Verbot die Zahl der Prostituierten drastisch zurückgeht.
Das Prostitutionsgesetz von 2002, das mit dem Ziel eingeführt wurde, die rechtliche und soziale Lage der Prostituierten in Deutschland zu verbessern, hat laut Experten in vielen Fällen den gegenteiligen Effekt gezeitigt. Eine Studie aus dem Juni zeigt, dass die Stellung der Bordellbetreiber, der Sexindustrie und der Freier gestärkt wurde während die Rechte der Sexarbeiterinnen vernachlässigt wurden.
„Es kann keine echte Gleichberechtigung geben, solange wir hinnehmen, dass Hunderttausende Frauen wie Sklaven behandelt werden. Es ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde, den wir dringend beenden müssen“, sagt Bär abschließend.
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