Die blaue Marke EDEKA wendet sich gegen die Farbe Blau und gegen Blaubeeren, um die Kunden zu erziehen
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Egal wie du tugendhaft du bist, tugendhaft genug bist du nie: Diesem Motto folgend veröffentlichte die Supermarkt-Kette EDEKA am Donnerstag ganzseitige Inserate in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der ZEIT. Darin zu sehen ist ein kaum subtiler Wahlaufruf vor den anstehenden Landtagswahlen im Osten: „Warum bei Edeka Blau nicht zur Wahl steht“.
Der Einzelhandelsriese führt weiter aus: „Gelbe Bananen, rote Tomaten, grüner Salat, violette Trauben, orange Möhren, pinke Drachenfrucht: In der EDEKA Obst- und Gemüseabteilung herrscht die bunte Vielfalt.“ Oder etwa doch nicht? „Wer genau hinsieht, sieht eine Farbe nicht: Blau. Und das ist kein Zufall. Denn blaue Lebensmittel sind ein Warnhinweis der Natur, der uns sagt: „Achtung! Ich könnte unverträglich sein!“ Die Evolution, so EDEKA, habe den Menschen gelehrt, dass Blau „keine gute Wahl“ sei. Das Inserat wird abgerundet von einer Empfehlung: „Lasst uns also zu den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg im September die Warnhinweise richtig lesen – und für ein verträgliches Miteinander sorgen.“

Die Kampagne in der FAZ und ZEIT.
Ein Supermarkt, in dem es Lebensmittel zu kaufen gibt, präsentiert sich als politische Empfehlungsstube.
Das stärkste Argument: die Wissenschaft
Als in den sozialen Netzwerken Kritik laut wurde, dass der Supermarkt selbst auf dem Inserat blaue Produkte abbilde, etwa Blaubeeren, stellte EDEKA schnell neunmalklug fest: „Blaukraut und Blaubeeren haben zwar Blau im Namen, aber nicht in den Farbpigmenten. Sagt jedenfalls die Wissenschaft – und auf die solle man bekanntlich hören.“ Dass Edeka selbst die Farbe Blau im eigenen Logo nutzt, hinterließ bei vielen Usern ebenfalls Unterverständnis. Und: Der Konzern biedere sich an und liefere eine Zurschaustellung politisch-korrekter Tugendhaftigkeit.

EDEKA liebt Lebensmittel – und Progressivismus.
„Diese Art von Kampagne richtet sich an Leute, die eh überzeugt sind“, schrieb der Publizist Jan Fleischhauer. „Alle anderen werden sich eher ermuntert fühlen, die Partei zu wählen, deren Farbe Edeka nicht zeigen will. Was sie also in Wahrheit zeigt, ist, wie groß das Selbstvergewisserungsbedürfnis im rotgrünen Lager ist.“
EDEKA als Schauplatz der Kämpfe der neuen migrantischen Gesellschaft
Und: Auch ein weiterer Punkt machte fassungslos. 2017 stach der Asylbewerber aus Gaza, Ahmad A., in Hamburg in einem EDEKA-Laden mit einer 20 Zentimeter langen Klinge auf Personen ein, die dort einkauften. Er schrie dabei „Allahu Akbar“. Ein 50-Jähriger starb. Im August 2023 stürmten zwei Männer mit einer Machete in einen Edeka in Berlin-Kreuzberg und gingen auf den Sicherheitsdienst los. Und in zahlreichen Märkten, etwa in Ortrand, Essen, Senftenberg oder Burgwedel, kam es ebenfalls zu Gewalttaten, die unter anderem von Migranten verübt wurden.

Blumen und Kerzen am Tatort in Barmbek.

EDEKA warnt vor Diebstählen.
Ende 2023 meldete sich ein EDEKA-Betreiber zu Wort und warnte: „Asylbewerber machen sich die Taschen voll und gehen, ohne die Ware zu bezahlen.“ In Fürstenau derweil wurde deutlich, dass die Viefaltskampagne EDEKAs sich so sehr für Vielfalt einsetzt, dass sie für die migrantische Gesellschaft ein eigenes Angebot bereitstellt: Der Betreiber richtete in seinem Markt eine eigene „Talahon“-Ecke ein.
Dort zu kaufen: Einweg-Vapes, Energy-Drinks und Süßigkeiten. Man hofft bloß, diese Produkte werden nicht blau.
Auch bei NIUS: Edeka-Betreiber hat die Schnauze voll: „Asylbewerber machen Taschen voll und gehen, ohne die Ware zu bezahlen“
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