Die Stiere sind wieder los: Erneut sechs Verletzte in Pamplona
Ein Beitrag von
Trotz massiver Kritik und Proteste sind in Pamplona wieder die Stiere los. Noch bis Sonntag dreht sich in der nordspanischen Stadt alles um die Stierhatz des umstrittenen Sanfermín-Festes. Sechs Menschen wurden bereits verletzt.
Wie seit mehr als 400 Jahren üblich – das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín gibt es bereits seit 1591 – waren sie zusammen mit Stieren durch die engen Gassen der Altstadt gerannt. Lebensgefährlich verletzt wurde niemand, es blieb bei einem Patienten mit Schädeltrauma und fünf mit Prellungen, wie ein Sanitätssprecher dem staatlichen TV-Sender RTVE sagte. In den kommenden Tagen gibt es je eine weitere Hatz.
Für die Stiere ist es jeweils der letzte Tag im Leben, sie sterben später in der Stierkampfarena. Die Tiere sehen zwar etwas plump aus, können aber schneller als Menschen laufen. Bei der Mutprobe vor allem jüngerer Männer geht es darum, so nahe wie möglich an den um die 600 Kilogramm schweren Kampfbullen zu laufen, ohne von ihnen erwischt zu werden.
Dabei versuchen die Läufer auf der 875 Meter langen Strecke zur Stierkampfarena, eine Zeit lang vor den Bullen herzurennen. Irgendwann wird jeder Läufer von den Tieren überholt und versucht dabei, ihnen auf den Rücken zu klopfen. Die Hatz geht über glattes und bisweilen nasses Kopfsteinpflaster.
Zu den meisten Stürzen kommt es, weil die Läufer in Erwartung der Stiere ständig nach hinten schauen. Stolpert ein Läufer, fallen oft mehrere mit. Brenzlig wird das vor allem dann, wenn die Stiere nahen. Das letzte Todesopfer gab es 2009.

Menschen laufen während des Stiertreibens beim Sanfermín-Fest in Pamplona mit den Tieren.
„Mittelalterliche Grausamkeit": Massive Proteste gegen die umstrittene Stierhatz
Die Proteste gegen die umstrittene Stierhatz nehmen von Jahr zu Jahr immer mehr zu. Erst vor wenigen Tagen hatten die Tierschutzorganisationen PETA und AnimaNaturalis in Pamplona gegen das neuntägige Fest demonstriert und die Hatz als „mittelalterliche Grausamkeit“ bezeichnet. Tierschützer fordern schon lange ein Ende der Stierläufe und generell aller blutigen Stierkämpfe.
Bei überzeugten Fans hat die blutige Fiesta in der Region Navarra allerdings nach wie vor Hochkonjunktur. Im vergangenen Jahr wurden nach amtlichen Angaben insgesamt 1,5 Millionen Teilnehmer gezählt – ein Rekord. Dieses Jahr meldeten die Hotels Tage vor dem Fest eine durchschnittliche Auslastung von 90 Prozent, Ferienwohnungen waren zu normalen Preisen nicht mehr zu bekommen. Die Besucher kommen aus Spanien und aus aller Welt. Für die Stadt ist es ein Millionengeschäft.
Mehr NIUS:
Gutachten von Prüfinstitut Dekra beweist: Windkraftanlagen in Baiereck erzeugen unzulässigen Brummton
London: Britischer Premier Keir Starmer kündigt Rücktritt an
Verpflichtung wahrscheinlich: Bundeswehr schickt 5000 Soldaten an Belarus-Grenze
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Mehr NIUS:
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Aktuelle Zahlen belegen: Sogar die Polen wandern inzwischen aus Deutschland aus
130-Kilo-Mörder flieht bei Freigang in Peine – LKA fahndet nach 42-Jährigem
Schwere Krise im Automobil-Mittelstand: Jeder zweite Zulieferer streicht Jobs
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare