Drama um Titanic-U-Boot: Alle Passagiere tot!
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Die Fakten:
- Am Wrack der Titanic ist ein Touristen-U-Boot im Atlantik verschwunden.
- Die Betreiber des U-Boots, OceanGate, gaben den Verlust aller Passagiere in einer Mitteilung bekannt.
- An Bord des U-Boots waren zwei Crewmitglieder sowie drei Männer – ein britischer Milliardär, ein Geschäftsmann aus Pakistan und sein Sohn (19).
Das ist neu:
- Nahe des Wracks der Titanic hat nun ein Roboter ein Trümmerfeld entdeckt.
- DIe US-Küstenwache bestätigt die Katastrophe und bedauert den Verlust von allen fünf Passagieren
- Die Dailymail berichtet, dass das U-Boot wahrscheinlich implodiert sei
Ein Unterwasser-Roboter habe den Rahmen sowie die Heck-Abdeckung des U-Boots entdeckt. Es deute alles darauf hin, dass das U-Boot in der Tiefe implodiert sei. Damit sind die fünf Insassen, darunter drei Milliardäre, ums Leben gekommen:

In einer Mitteilung sagt OceanGate, der Betreiber, dass die Passagiere „leider verloren“ seien. „Wir glauben, dass unser CEO Stockton Rush, Shahzada Dawood sowie sein Sohn Suleman Dawood, Hamish Harding und Paul-Henri Nargeolet sind leider Opfer der Trägödie geworden.”
Darüber hinaus ergänzt OceanGate: „Es ist eine sehr traurige Zeit für unsere Mitarbeiter, die sehr unter diesem Verlust leiden. Die gesamte Unternehmensfamilie ist sehr dankbar für die zahlreichen Männer und Frauen von zahlreichen Organisationen, die bei der harten Such- und Rettungsaktion unterstützt haben.“ Inzwischen hat auch die US-Küstenwache den Tod und die Zerstörung des U-Boots bestätigt.
Tochter eines Passagiers äußert sich zum Tod des Vaters
„Der Ozeanograph Henri Nargeolet ist an dem Ort, den er am meisten liebte“, sagt Sidonie Nargeolet. Sie ist die Tochter von Paul-Henri Nargeolet. Aktuell durchlebe sie eine Zeit mit „viel Stress und sehr gemischten Gefühlen“. „Manchmal habe ich große Hoffnung, mir geht es gut, ich glaube und habe große Hoffnung. Aber in anderen schwindet die Hoffnung und es ist schwer, sie auszuhalten, und je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es“, sagte sie kurz bevor die traurige Nachricht die Französin erreichte.

Hoffnung auf Überlebende war verschwindend gering
Das 6,70 Meter kleine und 10,4 Tonnen schwere Gefährt „Titan“ war auf dem Weg zum Wrack der Titanic und wird seit Sonntagvormittag (Ortszeit) vermisst. An Bord waren fünf Menschen: der französische Forscher Paul-Henri Nargeolet, der britische Abenteurer Hamish Harding sowie der britisch-pakistanische Unternehmensberater Shahzada Dawood und dessen 19-jähriger Sohn Suleman. Kapitän war der Chef der Betreiberfirma, Stockton Rush.

Rund eine Stunde und 45 Minuten nach Start des zweistündigen Abstiegs war die Kommunikation mit dem Mutterschiff MV Polar Prince abgebrochen.
Bereits am Dienstag war bekannt geworden, dass das U-Boot „Titan“ womöglich ein Notsignal ausgesendet haben soll. Das berichtet der Ozeanologe Simon Boxall unter Berufung auf Wissen aus zweiter Hand. „Offenbar haben sie, ich weiß nicht wann, ein Notsignal erhalten, das besagt, dass das Schiff in Not ist“, sagte Boxall gegenüber Sky News.
Derweil meldete die Taucher G. Michael Harris, der am Wrack der Titanic war, Zweifel an, ob die Besatzung noch leben wird. „Es sieht nicht gut aus“, sagte Harris gegenüber Fox News. Er befürchte, dass das Boot bei 3.200 Metern Tiefe implodiert sei und die fünf Insassen bereits tot seien.
Das ist bisher passiert
- Ein U-Boot mit dem Namen „Titan“, betrieben vom US-Unternehmen "OceanGate Expeditions", ist während einer Tour zum Wrack der Titanic verschwunden. Die Titanic liegt etwa 1400 Kilometer östlich von Cape Cod.
- Das U-Boot ist in einer Tiefe von knapp 4.000 Metern verschwunden.
- Die Suche nach dem U-Boot ist aufgrund der abgelegenen Lage eine Herausforderung, aber die US-Küstenwache und kanadische Streitkräfte setzen alle verfügbaren Mittel ein, um das U-Boot zu finden und die Menschen an Bord zu retten.
- Es wird geschätzt, dass der Sauerstoffvorrat des U-Boots seit etwa 6 Uhr morgens am Sonntag in Gebrauch ist. Es wird versucht, ein ferngesteuertes Fahrzeug, das eine Tiefe von mehr als 6.000 Metern erreichen kann, so schnell wie möglich zur Stelle zu bringen.
- Ein Marine-Veteran hält eine Rettung für unmöglich, wenn das U-Boot tiefer als 500 Meter liegt.

Das ist die Besatzung des U-Boots
- Der französische Marine-Veteran Paul-Henri Nargeolet
- Der britische Milliardär Hamish Harding
- Stockton Rush, CEO der U-Boot-Firma OceanGate
- Shahzada Dawood, ein Mitglied einer pakistanischen Milliarden-Dynastie
- sowie sein Sohn Sulaiman Dawood, 19 Jahre alt.
Der Milliardär Harding hatte den Start der Expedition kurz zuvor auf Facebook vermeldet.
Das U-Boot, bekannt als das Titan-U-Boot, gehört dem Touristikunternehmen OceanGate. Es hat die Fähigkeit, bis zu 4.000 Meter tief zu tauchen und kann fünf Personen aufnehmen. Normalerweise verfügt es über einen Vorrat für vier Tage Sauerstoff. Das U-Boot wurde am Sonntagabend etwa 700 Kilometer südlich von St. John's, Neufundland, als vermisst gemeldet.

Hätte es eine Rettungsaktion geben können?
- Falls das U-Boot intakt gewesen wäre, müssten die fünf Menschen an Bord mit schwindenden Sauerstoffvorräten kämpfen und sich der Kälte stellen, wobei das Risiko einer Unterkühlung besteht, erklärte David Gallo, leitender Berater für strategische Initiativen, RMS Titanic, dem Unternehmen, das die Bergungsrechte an der Titanic-Wrackstätte besitzt, gegenüber CNN.
- Das Wasser ist an dieser Stelle des Atlantik sehr tief – bis zu vier Kilometer. Das Sonnenlicht strahlt nur 1km tief. Damit herrscht dort komplette Dunkelheit.
- Noch ist unklar, ob das Boot auf mittlerer Tiefe treibt oder auf dem Grund liegt
- Das U-Boot könnte in dem Wrack der Titanic stecken geblieben sein, das 370 Meilen von Neufundland in Kanada entfernt liegt, sich aber in US-Gewässern befindet.
- U-Boot-Experten befürchten, dass das U-Boot zu tief für eine bemannte Rettung liegt. Dann wäre ein Vorstoß nur per Roboter möglich.
- Selbst wenn das U-Boot entdeckt wird, ist die Bergung noch ein kompliziertes Thema.
Der frühere Kommandeur bei der britischen Royal Navy, Ryan Ramsey, sagte gegenüber der Dailymail: „Es gibt keinen Weg sie zu retten.“ Der ehemalige Atom-U-Boot-Kapitän sagt, das die sinkenden Sauerstoff-Level für die Besatzung zu einer Herausforderung werden. „Die meisten Rettungssysteme können nur eine Tiefe von 500 Metern erreichen, nicht 3.000 Meter“, sagt der 53-Jährige.

Mythos Titanic – was macht diesen Ort so besonders?
- Das Wrack der Titanic, das sich etwa 600 Kilometer vor der Küste von Neufundland, Kanada, befindet, wurde seit seiner Entdeckung im Jahr 1985 ausgiebig erforscht.
- Die Titanic, das größte Schiff seiner Zeit, sank 1912 auf ihrer Jungfernfahrt von Southampton nach New York.
- Das Wrack liegt in einer Tiefe von 3.784 Metern. Dabei sind Bug und Heck mehr als 800 Meter voneinander entfernt.
- Über 1.500 der 2.200 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
- Die Zeitfenster für Touristen, das Wrack in seinem derzeitigen Zustand zu sehen, schließt sich aufgrund der schnellen Zersetzung des Schiffskörpers durch Rost und Bakterien. Experten glauben, dass das, was von dem Schiff übrig ist, bis zum Jahr 2030 vollständig erodiert sein könnte.
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