Eine ganz normale Nacht in Berlin: Erst Messer-Mord an einer Frau, dann Clan-Aufmarsch vorm Krankenhaus
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Er hatte die Tat offenbar länger geplant: Ein 50-jähriger Libanese lauerte seiner Ex-Frau am Mittwochabend gegen 20:30 in der Hampsteadstraße in Berlin-Zehlendorf vor einem Wohnhaus auf und stach auf sie ein. Rettungskräfte konnten die Frau, die etliche Stich- und Schnittverletzungen erlitt, zunächst reanimieren. Sie brachten die Verletzte in die Charité-Benjamin-Franklin nach Berlin-Steglitz – Not-OP! Doch sie verstarb wenig später.

Ein Stöckelschuh liegt auf der Hampsteadstraße in Berlin-Zehlendorf. Er gehörte einer 36 Jahre alten Libanesin die von ihrem Ex-Mann niedergestochen wurde. Das Foto ist wie ein Symbol: Der Stöckelschuh steht für modernes Leben in einer modernen Welt. Welches, dass dem Ex-Mann offenbar nicht gefiel.
Während die Ärzte um das Leben der schwerverletzten Frau kämpfen, versammelten sich rund 50 Menschen am Eingang des Krankenhauses – offenbar Mitglieder einer libanesischen Großfamilie. Die Polizei musste die Klinik mit zahlreichen Beamten sichern. Laut Bild wurde die Mutter kurz vor der Horror-Tat per Whatsapp vor ihrem Ex-Mann gewarnt – vergeblich.

Während die Ärzte um das Leben der 36-jährigen Frau kämpfen, versammeln sich fast 50 Mitglieder einer mutmaßlichen Libanesischen Großfamilie vor dem Benjamin Franklin Krankenhaus.
Der Berliner Oberstaatsanwalt Büchner erklärte der Bild-Zeitung: „Bei dem Verbrechen handelt es sich nach unserer Einschätzung um eine Beziehungstat. Tatverdächtig ist der Ex-Mann des Opfers. Es gab in der Beziehung wiederholt Fälle gegen die Frau durch den Mann. Schließlich trennte sich die Frau.“ Es gebe vier gemeinsame Kinder.

Vor diesem Haus lauerte der 50-jährige Libanese seiner Ex-Frau auf. Zehlendorf gilt als einer der sichersten und schönsten Stadtteile Berlins.
Besonders tragisch: Mit der Trennung war ihr Leiden nicht beendet. Büchner: „Sie erwirkte eine gerichtliche Gewaltschutzverfügung und ein Näherungsverbot.“ Das Motiv, davon geht der Staatsanwalt aus: Der Täter fühlte sich durch die Trennung in seiner Ehre verletzt. „Um diese wiederherzustellen, entschied er sich, seine Ex-Frau umzubringen“, sagt Büchner.
Nach Informationen der Berliner Zeitung habe das Paar zuvor im Berliner Brennpunkt Neukölln gelebt. Nach der Trennung zog die Frau dann mit den vier Kindern in die Wohnung in der Hampsteadstraße in Berlin-Zehlendorf, um geschützt vor ihrem in der Vergangenheit schon auffälligen Mann zu leben. Der Tatverdächtige hätte gar nicht wissen dürfen, wo seine Ex-Frau Nourhan B. jetzt wohnt. Gegen den 50-jährigen libanesischen Tatverdächtigen soll am Donnerstag ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Indes geht die Staatsanwaltschaft mittlerweile von einem sogenannten Ehrenmord aus.
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