Einen Monat nach dem brutalen Messer-Attentat in Wedel: Vier syrische Brüder nun doch in U-Haft
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Vier syrische Brüder stehen im Verdacht, einen Lehrer in Wedel brutal mit einem Messer attackiert zu haben. Rund vier Wochen lang befanden sich die Tatverdächtigen auf freiem Fuß. Seit Mittwoch sitzen sie nun doch in U-Haft. NIUS hatte ausführlich über den Fall berichtet und sogar mit der syrischen Familie gesprochen.
Am 19. Juli hatten mehrere syrische Brüder auf dem Parkplatz einer Musikschule einen Lehrer niedergestochen. Die Täter, so berichten es Zeugen später, stachen mit einem Messer mehrfach in den Hals- und Brustbereich des Dozenten ein. Schnell löste die brutale Gewalttat eine dramatische Einsatzlage aus: Hubschrauber kreisten über dem Ort, die Schule wird evakuiert, mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei rücken aus. Die Polizei suchte nach den flüchtenden Tätern.
Knapp eine Woche später wurde das 67 Jahre alte Opfer aus dem Krankenhaus entlassen. Er hatte Glück: Seine Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich. Beim Opfer handelt es sich nach Informationen von NIUS um Hisham A., einen Flüchtlingshelfer und Sprachlehrer mit jordanischem Migrationshintergrund.
Lesen Sie hier die ausführliche NIUS-Recherche zum Messer-Attentat in Wedel:
Brutale Messerattacke auf einen Lehrer in Wedel: Wenn Multi-Kulti-Romantik auf migrantische Gewalt prallt.

Die vier syrischen Brüder auf einem Foto.
Am Mittwoch wurden die Haftbefehle vollstreckt
Wenige Stunden nach der Tat nahm die Polizei vier Tatverdächtige in unmittelbarer Umgebung des Tatorts in Wedel fest. Es handelte sich um vier syrische Brüder im Alter von 17, 19, 21 und 21 Jahren. Doch der Polizei gelang es nicht festzustellen, wer von den Brüdern zugestochen hatte. Die Tatwaffe blieb verschwunden. Wegen „fehlenden dringenden Tatverdachts“ ließ sie die Syrer wieder laufen.
Am 16. August beantragte die Staatsanwaltschaft Itzehoe „nach umfangreichen polizeilichen Ermittlungen Haftbefehle gegen die vier nunmehr dringenden Tatverdächtigen im Alter von 17, 19 und 21 Jahren (2x) wegen versuchen Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung“. Die Haftbefehle wurden am Mittwoch vollstreckt. Als Mordmerkmal käme Heimtücke in Betracht. Alle vier Tatverdächtigen machten keine Angaben zum Tatgeschehen und befinden sich nun in Untersuchungshaft.
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