Eingebürgerter Afghane aus Braunschweig reist extra in die Schweiz, um Rache-Mord an geflüchteten Afghanen zu begehen
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- Der 25-jährige Afghane Amir N., der als Security-Kraft in einem Braunschweiger Kaufhaus arbeitete, sitzt wegen Mords an einem Landsmann in Untersuchungshaft.
- Von der Staatsanwaltschaft Braunschweig erfuhr NIUS: Der Angeklagte besitzt die afghanische Staatsbürgerschaft – und seit 2023 auch die deutsche Staatsbürgerschaft!
- Die Tat organisierte er mit seiner in Pakistan lebenden Schwester
- Das Motiv war offenbar Selbstjustiz, da das Opfer den Vater getötet haben soll.
Seit Januar 2024 sitzt Amir N. in Braunschweig in Untersuchungshaft. Wie Bild zuerst berichtete, suchten Amir N. und seine Schwester über die sozialen Medien Ehsanullah N., den sie schließlich im Schweizer Kanton Wallis ausfindig machten, wo er als Asylbewerber untergebracht war. Die Schwester erschlich sich über eine falsche Identität sein Vertrauen und gelangte so an seine Adresse.
Dann fuhr er mit seiner polnischen Freundin von Braunschweig in die Schweiz, während seine Schwester in Pakistan mit dem Opfer ein Treffen verabredete. Am Ort der Verabredung erstach er ihn mit einem Armeemesser. Die Anklage lautet: Gemeinschaftlicher Mord durch Heimtücke.
Gegenüber NIUS schilderte die Staatsanwaltschaft den Mord, der in Planung und Ausführung an Hollywood-Filme erinnert, folgendermaßen:
„Nachdem die Schwester des Angeklagten zur Umsetzung des gemeinsamen Tatplanes das Opfer in der Schweiz ausfindig gemacht habe, habe sie unter Vorgabe einer fremden Identität und Vorspiegelung einer Liebesbeziehung Kontakt zu ihm (dem Opfer) aufgenommen. Nachdem auch der Angeklagte den Aufenthaltsort des Opfers erfahren habe, habe er sich in Braunschweig ein ca. 32,5 cm langes Armeemesser mit gezackter Klinge besorgt. Am späten Abend des 12.06.2023 sei der Angeklagte gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin in die Schweiz zum Aufenthaltsort des Opfers gefahren. Vor Ort habe er sich dann eine SIM-Karte besorgt, um den Kontakt zu seiner Schwester aufrechtzuhalten und weitere Anweisungen entgegennehmen zu können.
Nachdem der Angeklagte sich einen geeigneten Ort für seinen Angriff ausgekundschaftet habe, habe er seiner Schwester ein Foto von dem etwas abseits gelegenen Platz in Haute-Nendaz an der Swisscom-Antenne in der Straße Chemin de la Gueue geschickt. Das habe sie wiederum an einen Freund des Opfers zur Vortäuschung eines Überraschungstreffens mit diesem übersandt. In der Annahme eines solchen Treffens mit der vorgetäuschten Identität durch die Schwester des Angeklagten sei das Opfer am 13.06.2023 schließlich gegen 18:55 Uhr am vereinbarten Treffpunkt erschienen.“

Der Tatort ist ein Tourismusort: Haute-Nendaz.
Weiter schreibt die Staatsanwaltschaft gegenüber NIUS:
„Dort sei im weiteren Verlauf der Angeklagte auf das Opfer zugegangen und habe ein Problem mit seinem Handy vorgetäuscht. Nachdem das Opfer das Handy des Angeklagten zur Hilfe übergeben bekommen habe, habe der Angeklagte ihm sinngemäß zugerufen: Er habe der Angeklagte ihm sinngemäß zugerufen: ‚Weißt du, wer ich bin? Du hast meinen Vater getötet, du Bastard!‘. Sodann habe er dem Opfer in Tötungsabsicht mit einer kreisförmigen Bewegung in die linke obere Brustregion gestochen, wodurch das Opfer eine tödliche Wunde erlitten habe.
Entgegen der Erwartung des Angeklagten, das Opfer würde an Ort und Stelle tödlich getroffen zusammenbrechen, habe das Opfer zunächst noch die Flucht ergriffen. Das Opfer habe sich zu einem nahegelegenen Parkplatz begeben, wo die Freundin des Angeklagten, die den Angeklagten in die Schweiz begleitet habe, im Auto auf ihn (den Angeklagten) gewartet habe. Dort sei das Opfer dann stark blutend und regungslos zusammengebrochen. In Kenntnis des Todes des Opfers habe der Angeklagte sodann die Flucht ergriffen, nachdem er auf dem angrenzenden Gelände seine blutverschmierte Jacke und die Tatwaffe entsorgt habe. Die später durch einen Radfahrer benachrichtigten Rettungskräfte haben nur noch den Tod des Opfers feststellen können.“
Nach dem Mord fuhr er mit seiner Freundin nach Braunschweig zurück, wo er von der Schweizer Kriminalpolizei mit einem Haftbefehl gefasst wurde. Seit Januar sitzt er in Untersuchungshaft. Auch seine polnische Freundin wurde gefasst und ausgeliefert.
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