Er griff seine Lehrerin an, am Montag beginnt der Prozess: 17-jähriger Messerstecher von Essen ist offenbar Islamist
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In Essen wurde im September letzten Jahres eine Lehrerin an einem Berufskolleg von einem Schüler schwer verletzt. Am Montag steht der 18-jährige Kosovare vor Gericht. Das Tatmotiv soll islamistisch motiviert sein.
Erjon S., wird vorgeworfen, am 5. September vergangenen Jahres zunächst den Hausmeister einer Grundschule, dann seine Lehrerin am Berufskolleg und schließlich einen Obdachlosen mit einem Messer attackiert zu haben. In der Schule wurde Amokalarm gegeben. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.
Nahe dem Essener Hauptbahnhof wurde der Jugendliche gestellt. Weil er den Märtyrertod suchte, griff Erjon S. auch die Beamten an, die ihn schließlich niederschossen.

5. September 2025: Polizei auf dem Gelände des Bildungsparks.
Anfang 2025 soll der damals 17-Jährige einer islamistisch-dschihadistischen Ideologie gefolgt sein. Aufgrund dieser Gesinnung habe er Anfang September 2025 den Entschluss gefasst, selbst in den Dschihad („Heiliger Krieg“) gegen vermeintlich Ungläubige zu ziehen. Das ergab eine Auswertung von Datenträgern. Erjon S. soll einschlägige Videos angefertigt haben. Auch habe sich der Jugendliche in der Nähe der Synagoge herumgetrieben, auf der Suche nach Juden, die er angreifen konnte.
Vor dem 5. Strafsenat des Oberlandesgerichts sind 13 Hauptverhandlungstage bis zum 9. September angesetzt.
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