Epstein erpresste Gates mit Affäre mit Bridge-Spielerin
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- Jeffrey Epstein wusste von einer Affäre von Bill Gates mit einer jungen Russin.
- Epstein versuchte den Multimilliardär mit dem Wissen zu erpressen.
- Er wollte, dass Gates das Geld in einen Wohltätigkeitsfond gibt, der lehnte aber ab.
Jeffrey Epstein versuchte laut einem Bericht des Wall Street Journal einen der reichsten Männer der Welt mit dem Wissen um eine Affäre zu erpressen, nämlich Bill Gates.
Der Microsoft-Gründer soll 2010 über sein Interesse an Bridge die junge russische Bridge-Spielerin Mila Antonova kennengelernt und eine Beziehung mit ihr begonnen haben. Antonova war damals in ihren 20ern. Epstein wiederum traf die junge Frau drei Jahre später und bezahlte unter anderem dafür, dass sie an eine Software-Entwicklungsschule ging und überließ ihr eine Zeit lang eine New Yorker Wohnung.
Jahre später als die Beziehung zwischen Gates und Antonova längst vorbei war und Gates sich weigerte bei einem von Epstein geplanten Fond mitzumachen, forderte Epstein das Geld, das er für Antonova bezahlt hatte, von Gates zurück. Eine Summe die für beide Superreichen verschwindend gering ist. Hintergrund war also wohl eher ein subtiler Erpressungsversuch – mit Epsteins Wissens von Gates Affäre.
Er versuchte „erfolglos, eine frühere Beziehung auszunutzen, um Herrn Gates zu bedrohen“
„Herr Gates traf sich ausschließlich aus wohltätigen Gründen mit Epstein. Nachdem es Epstein wiederholt nicht gelungen war, Herrn Gates über diese Angelegenheiten hinauszuziehen, versuchte er erfolglos, eine frühere Beziehung auszunutzen, um Herrn Gates zu bedrohen“, so eine Sprecherin von Gates.
Konkret ging es darum, einen Milliarden-Dollar-schweren Wohltätigkeitsfond mit der US-Bank JPMorgan aufzubauen. Dafür stellte sich Epstein gegenüber JPMorgan als engen Vertrauten von Gates da, was von Gates als Falschdarstellung zurückgewiesen wurde. Jedenfalls sah Epstein es als erfolgsentscheidend für den Fond, dass er dabei Gates‘ Unterstützung erhält.
Der lehnte ab, und kurz darauf verlangte Epstein das Geld für Antonovas Ausbildung. Eben mit der unterschwelligen Andeutung, dass er damit etwas gegen Gates in der Hand hat. Laut Gates Sprecherin lehnte der aber auch das ab und Epsteins Fond scheiterte.
Gegen Epstein wurde 2006 ermittelt, weil er Mädchen im Alter von 14 Jahren sexuell missbraucht haben soll. 2008 bekannte er sich dann schuldig, eine Minderjährige für Prostitution angeworben und vermittelt haben.
Gates-Vertrauter als Testamentsvollstrecker – eine „Vergeltungsmaßnahme“
Nach kurzer Zeit im Gefängnis war er wieder auf freiem Fuß und setzte seine Masche fort. 2019 wurde Epstain dann schließlich wegen Sexhandels verhaftet und starb noch in Untersuchungshaft – ein Tod der als Selbstmord eingestuft wurde. Tage vor seinem Tod setzte Epstein einen Gates-Vertrauten, Boris Nikolic, als seinen Ersatz-Testamentsvollstrecker ein.
Laut Nikolic habe Epstein das vorher nicht mit ihm besprochen und er habe die Position abgelehnt. „Er hätte Bill nicht auflisten können, weil das zu offensichtlich gewesen wäre, also hat er sich für mich entschieden“, sagte Nikolic. „Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass es sich wahrscheinlich um eine Vergeltungsmaßnahme gegen Bill Gates handelte.“
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