Er hat es nicht geschafft! Trauer um Polizisten von Mannheim +++ Er starb nach Messer-Terror auf Marktplatz +++ Kollegen trauern am Ort der Attacke +++
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Der Polizist, der am Freitag bei dem Messerangriff auf dem Mannheimer Marktplatz attackiert wurde, ist an seinen Verletzungen gestorben. Das teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe, das Polizeipräsidium Mannheim und das Landeskriminalamt am Sonntagabend mit.
Der 25-jährige Afghane hatte dem 29 Jahre alten Beamten mehrmals in den Kopfbereich gestochen. „Er wurde unmittelbar nach der Tat notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt, erlag aber in den späten Nachmittagsstunden des 2. Juni seinen schweren Verletzungen“, hieß es. „Wir trauern um einen Polizeibeamten, der für unsere Sicherheit sein Leben gegeben hat.“
Am Tatort gab es am Sonntag eine Trauer-Zeremonie, bei der Kollegen des Verstorbenen gedachten.

Seine Kollegen gedenken dem toten Polizisten.
Politiker bekunden ihr Beileid
Zahlreiche Politiker meldeten sich zu Wort. Es bestürze ihn zutiefst, teilte Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit, „dass der mutige Polizeibeamte nach dem furchtbaren Angriff in Mannheim seinen schweren Verletzungen erlegen“ sei. „Sein Einsatz für die Sicherheit von uns allen verdient allerhöchste Anerkennung. Ich bin in diesen bitteren Stunden in Gedanken bei seiner Familie und bei allen, die um ihn trauern.“
„Die furchtbare Nachricht über den Tod des Polizisten, der in Mannheim angegriffen wurde, ist erschütternd“, erklärte auch Grünen-Chefin Ricarda Lang. „Meine Gedanken sind bei seinen Angehörigen. Wir müssen dankbar sein für die Arbeit von Polizisten, die uns alle unter hohem persönlichen Risiko schützen.“ Sie fügte hinzu: „Wir müssen uns den Feinden der Freiheit, egal ob aus islamistischer oder rechtsextremer Ecke, entgegen stellen.“

Nach der Messerattacke mit mehreren Verletzten in Mannheim erinnern Kerzen und Blumen an das Opfer.
AfD-Chefin Alice Weidel twitterte: „Der junge Polizist Rouven L., der bei der Messerattacke in Mannheim verletzt wurde, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Meine Gedanken sind nicht nur bei dessen Angehörigen, sondern bei allen Beamten, die sich aufgrund einer unsäglichen Politik täglich in Lebensgefahr begeben müssen.“
FDP-Chef Christian Lindner forderte ein Ende der falschen Tolerenz: „Der Tod des jungen Polizisten berührt mich sehr. Und mich macht wütend, was in unserem Land passiert. Gegen den islamistischen Terrorismus müssen wir uns zur Wehr setzen. Die Sicherheitsbehörden werden wir dafür finanziell weiter stärken. Schluss mit falscher Toleranz.“
CDU-Vorsitzender Friedrich Merz schrieb: „Aus dem Messerangriff am Freitag ist heute heimtückischer Mord geworden. Meine Gedanken sind bei der Familie. Es ist einfach furchtbar. Dieser Mord muss harte Konsequenzen haben, auch für diejenigen, die mit dem Täter sympathisieren.“
SPD-Europapolitikerin Katharina Barley beließ es hingegen bei einem kurzen Statement: „Ruhe in Frieden. Und danke!“
Täter soll noch nicht vernehmungsfähig sein
Bislang soll der 25-jährige Afghane, der 2014 als Jugendlicher nach Deutschland kam, nicht vernehmungsfähig sein. Ein Kollege des toten Polizisten hatte auf ihn geschossen. Polizeilich soll der Attentäter noch nicht in Erscheinung getreten sein. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt im hessischen Heppenheim.
Bei dem Angriff hatte der Mann am Freitagvormittag auf dem Marktplatz in der Innenstadt bei der Veranstaltung der islamkritischen Bewegung Pax Europa (BPE) sechs Männer verletzt, darunter den Polizisten. Zu den Verletzten zählt auch das BPE-Vorstandsmitglied Michael Stürzenberger.

Michael Stürzenberger liegt weiterhin im Krankenhaus.
Stürzenberger schrieb in einer Stellungnahme auf Facebook: „Die Nachricht erschüttert mich bis ins Mark. Alle unsere Gedanken sind bei der Familie, den Angehörigen und den Kolleginnen und Kollegen. Der Schmerz eines so grausamen Verlusts aus dem Nichts ist kaum zu ermessen. Uns allen führt diese fürchterliche Tat schmerzhaft vor Augen, welchem oft unkalkulierbaren Risiko Polizeibeamte tagtäglich ausgesetzt sind. Ich möchte deshalb auch mein tiefstes Mitgefühl an alle Polizistinnen und Polizisten in Baden-Württemberg ausdrücken. Wir sind heute alle in tiefer Trauer mit Ihnen vereint.“
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