Erneute Schießerei in Berlin-Neukölln: Zwei Männer schwerverletzt
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Immer wieder kommt es in Berlin zu Schießereien auf offener Straße. Am Samstag wurden zwei Männer in Neukölln durch Schüsse schwer verletzt. Erst wenige Tage zuvor hatte es in derselben Straße eine Schießerei gegeben. Unterdessen schossen in Staaken und Tempelhof Unbekannte am Freitag auf ein Wohnhaus und eine Fahrschule.
In der Berliner Hermannstraße im Stadtteil Neukölln sind am späten Samstagabend zwei Männer durch Schüsse schwer verletzt worden. Die Tat ereignete sich gegen 21.45 Uhr in unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofs Leinestraße. Beide Opfer – ein 17-Jähriger und ein 25-Jähriger – wurden mit Schussverletzungen an den Beinen in Krankenhäuser gebracht.
Einer der Männer befand sich nach Angaben der Berliner Polizei zunächst in einem „kritischen Zustand“. Ein Polizeisprecher teilte dem Tagesspiegel am Sonntag mit, Lebensgefahr bestehe inzwischen nicht mehr. Der U-Bahnhof Leinestraße wurde zeitweilig gesperrt, die Züge fuhren ohne Halt durch. Den Tatort sicherte ein Großaufgebot bewaffneter Polizisten weiträumig ab.
Immer wieder fallen in der Hermannstraße Schüsse
Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Polizei sicherte Spuren und nahm die Ermittlungen noch in der Nacht auf. Angaben zu möglichen Tatverdächtigen oder Festnahmen lagen am Sonntagvormittag nicht vor.
Es ist binnen weniger Tage bereits der zweite Vorfall mit Schusswaffengebrauch in derselben Straße. Erst am Donnerstag der Vorwoche war in der Hermannstraße ein 27-Jähriger angeschossen worden. Zuvor hatte sich der Mann gemeinsam mit einem 29-Jährigen im nahegelegenen Anita-Berber-Park aufgehalten, als ihnen nach Angaben der Polizei eine fünf- bis sechsköpfige Gruppe entgegentrat.

Immer wieder kommt es in der Hermannstraße zu Schusswechseln.
Ein Mann aus dieser Gruppe habe eine Pistole aus seiner Bauchtasche gezogen, woraufhin die beiden in Richtung Hermannstraße geflohen seien. Der bewaffnete Mann sei ihnen gefolgt und habe mehrfach geschossen. Der 27-Jährige wurde von einem Streifschuss am Bein getroffen. Mit den Ermittlungen sind die BAO Ferrum des Berliner Landeskriminalamtes sowie die auf organisierte Kriminalität spezialisierte Ermittlungsgruppe „Telum“ der Staatsanwaltschaft befasst.
Auch in Staaken und Tempelhof werden Schüsse abgegeben
In Berlin häufen sich Taten mit Schusswaffengebrauch. Allein in Neukölln, wo seit Jahren rivalisierende Großfamilien und konkurrierende Drogenhandelsstrukturen das Sicherheitsbild prägen, registrierten die Behörden in den vergangenen Monaten eine wachsende Zahl von Schussvorfällen im öffentlichen Raum.
Am Freitag hatte die BAO Ferrum des Landeskriminalamts zu zwei Fällen von Schussabgaben in Staaken und Tempelhof die Ermittlungen aufgenommen. Verletzte gab es dabei nicht. Zunächst gab ein maskierter Mann gegen 1:40 Uhr mehrere scharfe Schüsse auf ein Haus im Magistratsweg ab und flüchtete anschließend zu Fuß über den Oldesloer Weg. Alarmierte Polizeieinsatzkräfte stellten mehrere Einschusslöcher fest.
Zwischen 3 und 4 Uhr hörten Anwohner des Tempelhofer Damms ebenfalls Schussgeräusche. Die Polizei stellte mehrere Einschusslöcher in der Schaufensterfront einer dortigen Fahrschule fest. Tatverdächtige Personen wurden bisher nicht bekannt.
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