Erste Großstadt verlangt Eigenanteil: Rettungswagen könnte für Patienten teuer werden
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In Essen stehen gesetzlich Versicherte ab dem kommenden Jahr möglicherweise vor spürbaren Mehrkosten: Wenn ein Rettungsdiensteinsatz zu einem Transport führt, könnten die Krankenkassen künftig nur noch einen festen Anteil übernehmen. Alles, was über diesen Betrag hinausgeht, müsste dann von den Betroffenen selbst getragen werden.
Wörtlich heißt es in einer Mitteilung der Stadt Essen: „Die Krankenkassen werden ab 2026 die Kosten für einen Transport durch den Rettungsdienst der Stadt Essen nicht mehr in voller Höhe übernehmen – mit der Konsequenz, dass betroffene Bürger*innen künftig die Differenz zahlen müssen.“
Eigenanteil könnte bei Rettungsfahrten bis zu 267 Euro betragen
Der Hintergrund des Konflikts: Die Krankenkassen können zwei zentrale Bestandteile der Gebühren nicht länger tragen – sogenannte Fehlfahrten sowie Unterdeckungen aus früheren Jahren. Damit entsteht eine Finanzierungslücke, die nicht bei den Kassen und nicht bei der Stadt, sondern möglicherweise bei den Versicherten selbst landet. Nach Berechnungen der Verwaltung könnte eine einzige Fahrt im Rettungswagen rund 267 Euro Eigenanteil verursachen.
Die Stadt Essen prüft nun Härtefalllösungen, um Menschen mit geringem Einkommen nicht zusätzlich zu belasten. Gleichzeitig drängt sie darauf, dass der Bund die Finanzierungsstrukturen neu bewertet – damit Rettungseinsätze nicht zu einem finanziellen Risiko für die Bürgerinnen und Bürger werden.
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