Ex-AfD-Politikerin: „Ich habe fast meinen kompletten Freundeskreis verloren“
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Mit Erstaunen reagierte der „Hart aber Fair“-Moderator Louis Klamroth am Montag, als AfD-Chef Tino Chrupalla erzählte, dass die Postbank sein Konto aufgrund seiner Zugehörigkeit zur AfD gekündigt hat. Tatsächlich ist er aber kein Einzelfall. Auch Joana Cotar, die bis 2022 Mitglied in der Alternative für Deutschland war und nun parteilos im Bundestag sitzt, kennt das Gefühl der Ausgrenzung.
„Ich habe fast meinen kompletten Freundeskreis verloren“, sagt die gebürtige Rumänin bei „Stimmt! Der Nachrichten-Talk“. Eine einzige Freundin aus Vor-AfD-Zeiten blieb an ihrer Seite. Auch in der Arbeitswelt stoße Cotar immer wieder auf Ablehnung, sobald ihre Partei-Vergangenheit zur Sprache kommt. „Wenn man Sachverständige für Anhörungen im Bundestag anfragt, dann heißt es oft, an sich sehr gerne, aber ich kann nicht für die AfD auftreten, nachher kann mich meine Karriere an den Nagel hängen.“
AfD im Lebenslauf? Kein Job
Doch an die Ausgrenzung gewöhne man sich, so Cotar im NIUS-Talk. „Auch, dass das Polizei-Auto jede Stunde mal beim Haus vorbeifährt oder dass das eigene Auto angezündet wird.“ Dennoch betrachte sie es kritisch, dass vielen Ex-AfD-Politikern der Weg in andere Jobs versperrt wird. „Es gibt Firmen, die haben klar in ihren Statuten stehen: Ist die AfD im Lebenslauf, wirst du nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen.“
Aber: „Die Geschichte mit Aiwanger macht mir ein bisschen Mut. Dass ich sehe, die Bürger fangen an, zu hinterfragen. Ist denn das richtig, was passiert?“ Der Chef der Freien Wähler Bayern wurde vor wenigen Wochen in den Medien stark kritisiert und für politisch erledigt erklärt. Umfragen zeigen aber: Je mehr gegen ihn gewettert wurde, desto größer seine Beliebtheit.
Die ganze Folge „Stimmt!“ gibt es hier:
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