Ex-ZDF-Moderatorin kritisiert ARD & ZDF: „Markus Lanz ist hochgefährlich”
Ein Beitrag von
Christine Prayon, besser bekannt als Birte Schneider, verkündete ihren Abschied nach elf Jahren aus dem Satire-Format „Heute-Show", das freitags im ZDF läuft. In einem Interview kritisierte sie vor allem, das Vorführen von Andersdenkenden. Die Journalistin Katrin Seibold arbeitete selbst 18 Jahre für das Zweite Deutsche Fernsehen. In „Stimmt! Der Nachrichten-Talk“ ergänzte sie zu Prayons Schilderungen: „Da gibt es nicht nur die Heute Show. Markus Lanz ist hochgefährlich. Für mich ist seine Sendung ein Tribunal. Ich habe zuschauen können, wie während der Corona-Zeit mehrere Leute aus dem Diskurs ausgeschossen wurden.“
Tatsächlich positionierte sich während der Pandemie der Großteil deutscher Medien auf der Seite der Maßnahmen-Befürworter. In den täglichen Kommentaren der Tagesschau wurden Ungeimpfte beschimpft, härtere Lockdowns gefordert und die sogenannte „Zero-Covid-Strategie" verteidigt.
Auch Jan Böhmermann profilierte sich mit wüsten Beleidigungen aller, die ihm widerstrebende Meinungen vertraten. „Schon während meiner Zeit beim ZDF habe ich großen Abstand genommen zu Jan Böhmermann. Ich finde das am Rande des Akzeptablen", sagt Katrin Seibold.
Die Frage, was Satire darf, wird in Debatten immer wieder gestellt. Klassischerwesie schaut sie den Mächtigen auf die Finger, kritisiert die Regierung und stellt nicht Andersdenkende und Oppositionelle an den Pranger.
„Jagd auf Reiche“
So wird NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler bei manchen Formaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schon einmal mulmig: „Die Anstalt hat letztens unter dem Denkmantel der Satire zum Aufhängen aufgerufen. Ich weiß nicht, ob das lustig gewesen ist. Wenn man, wie ich, aus einem sozialistischen Kontext kommt und ein bisschen Geschichte erlebt hat, dann ist das nicht lustig, Jagd auf Reiche zu machen."
Vor allem kritisierte er aber die monothematische Tendenz der Sendungen. Es würden immer die gleichen durch den Kakao gezogen.
Und dabei komme man nicht umhin, zu denken, dass sich ein gewisser Auftrag dahinter verbirgt: „Mit Blick auf Funk ist es doch schon interessant, dass man eine ganze Generation wieder durcherziehen möchte", so Katrin Seibold über das Jugendangebot von ARD und ZDF, das die objektive Berichterstattung gern hinten anstellt, und tendenziös linkslastig berichtet.
Die Diskussions-Runde bei Stimmt: Georg Gafron, Katrin Seibold, Sebastian Vorbach und Ralf Schuler (v.l.n.r.)
Dem ehemaligen Chefredakteur der B.Z., Georg Gafron stößt es ebenfalls auf, wie einseitig das Programm des öffentlichen Rundfunks ist: „Wenn Sie sich entsinnen, in der ARD gab es vor Jahren mehrere Magazine, die waren alle unterschiedlicher Couleur" Es sein rechte Formate dabei gewesen, genauso wie linke. „Heute gibt es kein einziges liberal-konservatives Fernsehmagazin mehr", sagte er bei Stimmt!
Mehr NIUS:
Gutachten von Prüfinstitut Dekra beweist: Windkraftanlagen in Baiereck erzeugen unzulässigen Brummton
London: Britischer Premier Keir Starmer kündigt Rücktritt an
Verpflichtung wahrscheinlich: Bundeswehr schickt 5000 Soldaten an Belarus-Grenze
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Mehr NIUS:
Ursache unklar: 41-Jährige stirbt auf Hurricane-Festival
Faschismus-Aussage: Daniel Günther fordert Rücktritt von Linken-Chef Pantisano
Schlappe für Dobrindt: Gericht erzwingt Einreise eines zurückgewiesenen Eritreers
Schwere Drohnenangriffe auf Moskau – wichtige Ölraffinerie in Flammen
Krise: Industrie-Beschäftigung fällt auf 10-Jahres-Tief
Aktuelle Zahlen belegen: Sogar die Polen wandern inzwischen aus Deutschland aus
130-Kilo-Mörder flieht bei Freigang in Peine – LKA fahndet nach 42-Jährigem
Schwere Krise im Automobil-Mittelstand: Jeder zweite Zulieferer streicht Jobs
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare