Experten rechnen mit Flüchtlingswelle aus Syrien: „Politik muss jetzt handeln, sonst erleben wir ein zweites 2015!“
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Im Nahen Osten spielen sich besorgniserregende Szenen ab. Ausgerechnet in dem von Konflikten geprägten Syrien haben Dschihadisten-Gruppen nun die Kontrolle über bestimmte Regionen erlangt, darunter die Stadt Aleppo. Derweil bereitet Machthaber Baschar al-Assad eine Gegenoffensive vor, mithilfe seiner Verbündeten wie Wladimir Putin. Die Zeichen stehen auf Eskalation.
Experten rechnen jetzt schon damit, dass Europa eine neue Fluchtwelle bevorstehen könnte – womöglich sogar wie 2015!
Der Chef der Bundespolizeigewerkschaft (DPolG), Heiko Teggatz, warnt bei NIUS: „Die Politik muss jetzt handeln. Ansonsten werden hunderttausende den Weg nach Deutschland suchen und wir erleben ein zweites 2015.“

Die Islamisten-Kämpfer beten auf dem Boden in Aleppo, nachdem sie die Stadt erobert hatten.
Deshalb könnte eine neue Fluchtwelle drohen
In Regionen wie Aleppo herrschen aktuell barbarische Islamisten über die dortigen Einwohner. Darunter führend: die Dschihadisten von Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Dabei handelt es sich um eine islamistische Allianz aus unterschiedlichen Milizen, die als Nachfolgeorganisation der Al-Qaida nahen al-Nusra-Front gilt, aus der wiederum der Islamische Staat (ISIS) mit hervorging. Die islamistischen Schlächter gelten als besonders brutal und grausam.
Furchtbar: Mittlerweile gehen Videos, Fotos und Informationen im Netz herum, die z.B. zeigen, wie christliche Dekoration zerstört wird, christliche Häuser geplündert werden, kurdische Frauen verschleppt und entführt werden.
Unterschiedliche Gruppen könnten jetzt aus Syrien nach Europa und Deutschland kommen, darunter:
- Nun könnten sich in Syrien lebende Christen auf den Weg nach Europa machen, um den Islamisten zu entkommen. Allein in Aleppo leben immer noch bis zu 20.000 Christen.
- In der Stadt Aleppo leben zudem viele Minderheiten wie Kurden, Assyrer, Jesiden Drusen und Armenier – sie alle könnten nun bedroht sein.
- Ebenso in Gefahr sind in Syrien lebende Muslime, die überhaupt nichts mit Islamisten zu tun haben wollen und sich vor ihnen fürchten!
- Doch auch droht die Gefahr: Dass sich wie 2015 hunderte Islamisten als Flüchtlinge ausgeben könnten und ohne Papier nach Europa illegal einwandern. Das betrifft sowohl Schläfer als auch Einzelradikale.

Die syrische Stadt Aleppo ist aktuell in der Hand von barbarischen und mörderische Islamisten. Sie zerstören, morden, verschleppen und vergewaltigen.
Die Migrationsforscherin Sandra Kostner erklärt gegenüber NIUS: „Je instabiler der Nahe Osten durch Kriege wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Europa zum Ziel von Flüchtlingen aus den betroffenen Regionen wird.“
Das Ausmaß werde stark davon abhängen, „welche Fluchtrouten offen“ sind. Beispiel: „Wenn die Türkei die Grenzen dichthält, wird die Zahl deutlich kleiner ausfallen“. Hinzu komme, dass der Seeweg nach Europa im Winter „große Fluchtbewegungen einschränkt“, so Kostner.
Historiker prognostiziert: „Zehntausende Menschen“ könnten sich auf Weg machen
Fakt ist: Derzeit sind die Folgen der Kämpfe noch nicht konkret abzusehen, doch erste Anzeichen gibt es bereits für eine neue große Fluchtwelle. Der Historiker und Nahostexperte Rasim Marz erklärt gegenüber NIUS, was aktuell in Syrien passiert:
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„Assads Unterstützung für die schiitische Hisbollah im Krieg gegen Israel und die Truppenverlegung in den Süden haben ein Vakuum hinterlassen, dass durch Teile der Freien Syrischen Armee und turkmenischen Einheiten unter der Führung der Islamisten um die HTS genutzt wurde, das Assad-Regime aus Idlib heraus anzugreifen“, so der deutsch-türkische Historiker.
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Die Türkei unter Erdogan habe den Islamisten HTS grünes Licht gegeben, sei jedoch militärisch nicht direkt und offiziell beteiligt. ABER: „Ankara verfolgt seit Monaten den Plan, die Ableger der kurdischen Terrororganisation PKK in Nordsyrien und Nordirak militärisch niederzustrecken. Sowohl Assad in Syrien als auch die irakische Regierung in Bagdad tolerieren die Präsenz der PKK auf ihren Territorien.“

Idlib (Syrien) ist seit 2017 von der Türkei besetzt. Seitdem hat Präsident Erdogan dort absichtlich Dschihadisten-Kämpfer dulden lassen. Vor vielen Jahren ließen Berichte bereits den Schluss zu, dass er die Islamisten-Kämpfer in Syrien stark unterstützt.
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Der Nahostkonflikt könnte durch den Fall von Aleppo und einem Angriff auf Damaskus ganz neue Dynamiken entwickeln, warnt Marz, „die eine neue Krise zwischen der Nato und der Türkei zur Folge hätte“. Denn: „Die türkische Unterstützung für die Hamas hat zusätzlich dazu geführt, dass der israelische Geheimdienst Mossad nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober die Verbindungen zur PKK vertieft hat. Ankara erhöhte daraufhin seinen Verteidigungsetat und setzte die Armee in Alarmbereitschaft.“
Der Nahost-Historiker prognostiziert für Europa, dass der wiederaufgeflammte Krieg in Syrien „wieder zehntausende Menschen zur Flucht zwingen wird, um dem russischen Bombardement zu entkommen.“ Weiter sagt er: „Deutsche Kommunen werden unter noch größeren Druck geraten, da die Politik bisher keine Lösungen in der Migrationspolitik gefunden hat und auch nicht Willens ist, konsequente Maßnahmen durchzusetzen.“

Türkei-Experte und Historiker Rasim Marz rechnet mit einer neuen Fluchtwelle nach Deutschland.
Migrationsexperte rechnet mit deutscher Syrienpolitik ab
Für Migrationsexperte Ali Ertan Toprak (CDU) hingegen ist klar: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist „der größte Fluchtverursacher“ in diesem Krieg. „Seit Jahren unterstützt der Nato-Staat Türkei Dschihadisten in Syrien. Menschen flüchten – und die Türkei erpresst zugleich Geld von der EU. Wir brauchen einen Kurswechsel in der deutschen Syrienpolitik“, sagt er zu NIUS.
Er fordert: „Deutschland muss Erdoğan und andere Islamisten in die Schranken weisen. Ich befürchte eine dortige islamistische Machtübernahme, die ein Leben für Frauen und Minderheiten zur Hölle wird.“ Die Bundesregierung „habe seit Beginn der syrischen Revolte 2011 sowohl unter Merkel als auch unter Scholz aus geopolitischen Interessen in Syrien auf Empfehlung Erdoğans sunnitisch-islamistische Gruppen unterstützt statt demokratischer, säkularer Kräfte“, kritisiert der Ehrenpräsident der Immigrantenverbände.

Diese barbarischen Islamisten-Kämpfer kontrollieren nun Aleppo.
„Wer islamistische Anschläge in Deutschland und Europa und NEUE Flüchtlingsströme wirklich verhindern will, darf nicht zulassen, dass Syrien zu einem zweiten Afghanistan wird“, so Toprak.
Der Hamburger Integrationsexperte rechnet mit der deutschen Syrienstrategie komplett ab, er meint: „Das Ergebnis der zutiefst verfehlten Syrienpolitik Deutschlands war, dass radikale Islamisten wie IS, al-Qaida und die Muslimbrüder den syrischen Aufstand gegen die Assad-Diktatur weitgehend unterwanderten. Dass diese Kräfte ausgerechnet heute in Aleppo und im Nordwesten Syriens auf dem Vormarsch sind, ist auch auf diese unverantwortliche deutsche Politik – wie unter Ex-Kanzlerin Angela Merkel und Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie Sigmar Gabriel – zurückzuführen.“
Auch die Ampel-Regierung habe die fatale „auf Erdogan und sunnitische Islamisten ausgerichtete Syrienpolitik“ fortgesetzt.

Er kämpft schon seit Jahren gegen Islamismus und für mehr Integration: Ali Ertan Toprak (CDU).
„Kurden, Aleviten, Christen – sie wissen aktuell nicht, wohin sie fliehen sollen!“
Aktuell sind Videoaufnahmen im Netz im Umlauf, die tausende Menschen zeigen sollen, die nördlich von Aleppo fliehen. Zugleich zirkulieren jedoch auch die Informationen, dass kaum Korridore offen und die Bewohner von den Islamisten eingekesselt wären.
Das ist das Video, was die Flucht Hunderttausender aus Aleppo zeigen soll:
Ali Ertan Toprak erklärt: „Mehr als 300.000 Kurdinnen und Kurden, die nach der Besetzung Afrins durch die Türkei im Jahr 2018 aus Afrin vertrieben wurden, sind im Norden Aleppos untergekommen. All diese Menschen haben die letzte Nacht im Freien in der Kälte verbracht und wissen nicht, wohin sie fliehen sollen.“ Unter ihnen wären „viele kurdische Jesiden, Aleviten und Christen.“
Die Gefahr von Gräueltaten und Massakern an ihnen sei groß!
Warnbrief an Innenministerin Faeser
Die Deutsche Bundespolizeigewerkschaft schrieb einen Warnbrief an Innenministerin Nancy Faeser (SPD), der NIUS vorliegt. In diesem schreibt Heiko Teggatz: „Sollte sich dieser Konflikt weiter verschärfen, könnte es zu weiteren massiven Migrationsbewegungen nach Europa und Deutschland kommen.“
Brisant: Er warnt besonders davor, dass Deutschland das Hauptziel der neuen Fluchtwelle werden könnte, da Länder wie Dänemark, Italien, Polen und Ungarn – und demnächst auch Niederlande – ihre Migrationspolitik verschärft haben.

Polizeigewerkschaftler Heiko Teggatz fordert jetzt konsequente Zurückweisungen von Innenchefin Nancy Faeser (SPD).
Deshalb fordert Polizeigewerkschaftler Teggatz von Ministerin Faeser eindringlich: „Die Bundespolizei braucht dringend eine Befugnis, Menschen, die über einen sicheren EU-Staat nach Deutschland einreisen wollen, an den Grenzen zurückweisen zu dürfen. Dieses selbstverständlich unabhängig davon, ob ein Schutzantrag gestellt wird oder nicht. Ein entsprechendes Schutzersuchen kann auch bei unseren Nachbarstaaten gestellt werden.“
Im Klartext: Deutschland dürfe nicht dieselben Fehler wie 2015 machen – sondern die Regierung müsse nun rasch den Bundespolizisten die Möglichkeit geben, konsequent zurückzuweisen!
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