FDP-Krimi am Wahlsonntag: in Bayern raus, in Hessen drin
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Die FDP hat laut vorläufigem Endergebnis den Einzug in den hessischen Landtag geschafft. Mit 5,0 Prozent, die den ganzen Abend auf der Kippe standen, schließt die FDP den Wahlabend in Hessen ab.
Die CDU von Ministerpräsident Boris Rhein hat die Landtagswahl in Hessen am Sonntag klar gewonnen. Wie die Landeswahlleitung am frühen Montag in Wiesbaden mitteilte, steht die Union laut vorläufigem Ergebnis auf 34,6 Prozent vor der AfD mit 18,4 Prozent. SPD-Spitzenkandidatin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser belegt mit 15,1 Prozent nur den dritten Platz vor den Grünen mit 14,8 Prozent. Auch die FDP ist mit wackeligen 5,0 Prozent drin, in Bayern flog man mit 3,0 Prozent hochkant aus dem Parlament.
FDP in Hessen: Mit Ach und Krach drin

Der hessische FDP-Spitzenkandidat Stefan Naas
Erste Hochrechnungen sahen die FDP in Hessen bei 5,0 Prozent, um 19:57 Uhr dann das erste Mal 4,9 Prozent. Der hessische FDP-Spitzenkandidat Stefan Naas zu diesem Zeitpunkt im phoenix-Interview: „Wir machen es mal wieder spannend.“ Kann man so sagen: Hochrechnung 20:19 Uhr – weiterhin 4,9 Prozent. Neue Balken, aber keine neue Hoffnung um 20:19 Uhr – weiterhin 4,9 Prozent ...
„Die Ampel hängt wie ein Mühlstein um unseren Hals“
Ab 22 Uhr pendelte man sich dann mit Ach und Krach auf exakt 5,0 Prozent ein, jede weitere Hochrechnung war nochmal ein Krimi. Um 03:15 Uhr dann das vorläufige Endergbnis und Aufatmen bei der FDP: Mit 5,0 Prozent sitzt man gerade so noch mal im Paralment.

Parteilegende Wolfgang Kubicki am Abend zu Bild zum miserablen Abschneiden seiner Partei in Hessen und Bayern: „Dieses Ergebnis ist erschütternd. Es ist klar: So kann es nicht weitergehen!" FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai sagte, die FDP-Gremien würden am Montag die Ergebnisse beider Landtagswahlen auswerten. „Wir werden aber auch innerhalb der Koalition diese Ergebnisse analysieren und besprechen.“
FDP-Wirtschaftsexperte Frank Schäffler kommentierte auf X (ehemal Twitter): „Für die FDP ist dieser Wahlabend ein Erdbeben. Die Ampel hängt wie ein Mühlstein um unseren Hals und zieht uns immer weiter in den Abgrund.“
Im nächsten Jahr stehen Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg, sowie Europawahlen an. In allen drei Bundesländern steht die FDP laut jüngsten Umfragen bei knapp vier Prozent. Damit würde sie in Sachsen und Brandenburg den Einzug in den Landtag verpassen und in Thüringen aus dem Parlament fliegen.
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