Feuerwehr widerspricht Politik: „Silvester? Die Vorbereitung ist desaströs!“
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Die Bilder bewegten ganz Deutschland, lösten eine Debatte über mangelhafte Integration und Parallelgesellschaften aus: junge, meist migrantische Männer, die Rettungskräfte angriffen, gezielt in Hinterhalte lockten, mit Schreckschusspistolen herumschossen und ganze Stadtteile verwüsteten.
Trotz der massiven Krawalle in der Silvesternacht 2022/23 in Berlin und anderen Städten sieht sich die Feuerwehr schlecht auf die diesjährige Silvesternacht vorbereitet. „Die Vorbereitung ist desaströs. Es ist nicht genug getan worden“, sagte Manuel Barth, stellvertretender Landesvorsitzender der Feuerwehrgewerkschaft Berlin-Brandenburg im ZDF.

Die Berliner Feuerwehr rechnet an Silvester erneut mit Angriffen.
Auf der To-do-Liste stünden noch zahlreiche Dinge. Etwa das Thema Schreckschuss-Waffen: „Die sind immer noch frei verkäuflich. Sie können die Dinger im Internet bestellen. Wir haben die Bilder gesehen, wo gezielt mit diesen Waffen auf die Einsatzkräfte geschossen wurde“, kritisiert der Feuerwehr-Vertreter. Es reiche zudem nicht, wenn der Senat 14 Tage vor Silvester Richtlinien herausgebe, wie man sich bei Angriffen am Einsatzort verhält, so Barth. Die Einsätze hätten geübt werden müssen, damit sie zur Routine werden.
Der Berliner Senat rühmt sich derweil damit, dass drei Böllerverbotszonen eingerichtet worden sind: am Alexanderplatz in Mitte, im Steinmetzkiez in Schöneberg sowie im Bereich Sonnenallee in Neukölln. Unter anderem dort waren sie im vergangene Jahr auch – nur hatten die Randalierer wenig Interesse daran, sich auch daran zu halten.
Auch die Polizei sieht sieht sich gut vorbereitet: Laut Polizeipräsidentin Barbara Slowik sind bis zu 2.500 Beamte aus Berlin und anderen Bundesländern in der Silvesternacht im Einsatz. Weitere 500 Bundespolizisten würden auf Bahnhöfen und noch einmal 1.000 Beamte in Wachen und Streifenwagen eingesetzt.
Die Berliner Polizei ist so gut vorbereitet, dass sie – die bewaffnete Staatsgewalt – in einem Videobeitrag darum bettelt, doch bitte nicht angegriffen zu werden.

Auch die Polizei wurde in der Silvesternacht angegriffen.
Berliner Feuerwehr rechnet mit Angriffen
Der Berliner Feuerwehr will sich mit der Polizei eng abstimmen über Krawall-Hotsports. Auch tragen die Retter in diesem Jahr Bodycams, ums Verbrechen zu dokumentieren.
Dennoch geht die Berliner Feuerwehr von Angriffen aus und hat sich darauf mit Bodycams auch vorbereitet: „Wir müssen wieder mit einem sehr hohen Einsatzaufkommen rechnen, aber wir müssen auch damit rechnen, dass es wieder Angriffe auf uns gibt – davon müssen wir insbesondere in Bezirken wie diesen hier ausgehen“, sagte Vinzenz Kasch, Sprecher der Berliner Feuerwehr mit Blick auf Berlin-Neukölln.
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