Flughafen Leipzig/Halle: 20 kriminelle Afghanen abgeschoben – darunter Vergewaltiger von Illerkirchberg
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Vom Flughafen Leipzig/Halle ist am Vormittag ein Abschiebeflug nach Afghanistan gestartet. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen befanden sich 20 vollziehbar ausreisepflichtige Männer an Bord der vom Bund gecharterten Maschine. Bei den Abgeschobenen handelt es sich um Straftäter, die in Deutschland verurteilt worden waren.
Unter ihnen war nach Angaben des baden-württembergischen Justizministeriums auch ein 22-Jähriger, der 2019 im baden-württembergischen Illerkirchberg gemeinsam mit drei weiteren Tätern ein 14-jähriges Mädchen unter Drogen gesetzt und mehrfach vergewaltigt hatte.
NIUS berichtete ausführlich über den Fall: Vergewaltigungsopfer von Illerkirchberg spricht über grausame Tat: „Ich war weg“
Baden-Württembergs Justizministerin Marion Gentges (CDU) erklärte: „Alle Mittäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg sind jetzt abgeschoben. Wir haben uns seit Jahren sehr intensiv darum gekümmert. Einer der Mittäter konnte bereits 2022 in den Irak abgeschoben werden. Die Abschiebung des Haupttäters erfolgte im August 2024 nach Afghanistan. Der Dritte wurde im Juli 2025 nach Afghanistan abgeschoben.“
„Bei der alten Bundesregierung war kein Durchkommen“

Szenerie einer Abschiebung vom Flughafen Leipzig/Halle vergangenen Sommer.
Gentges erhebt zugleich Vorwürfe gegen die frühere Bundesregierung. „Bei der alten Bundesregierung war kein Durchkommen.“ Sie habe mehrfach die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) aufgefordert, die Täter schneller abzuschieben. Inzwischen habe sich die Lage geändert: „Bundesinnenminister Dobrindt macht Abschiebungen schwerer Straftäter jetzt mit einem regulären Rückführungsmechanismus nach Afghanistan möglich. Dass das vor Ort einen konkreten Unterschied macht, zeigt das Beispiel Illerkirchberg. In jedem Abschiebeflug nach Afghanistan, den die Bundesregierung bisher ermöglicht hat, saß einer der Illerkirchberg-Täter.“

Baden-Württembergs Justizministerin Marion Gentges (CDU)
Das Bundesinnenministerium bestätigte, dass ausschließlich straffällig gewordene Männer abgeschoben wurden. „Abgeschoben wurden vollziehbar ausreisepflichtige Männer, die in Deutschland straffällig geworden sind – unter anderem wegen Sexualdelikten, Körperverletzung und Drogendelikten“, hieß es.
Der Flug ist der erste Direktflug auf Grundlage einer Vereinbarung, die Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit der afghanischen Regierung ausgehandelt hatte. Nach Angaben des Ministeriums waren den Maßnahmen monatelange Verhandlungen mit Kabul vorausgegangen.
Dobrindt erklärte: „Die Abschiebung von Straftätern ist ein zentraler Baustein von Kontrolle, Kurs und klarer Kante in der Migrationspolitik. Unsere Vereinbarung schafft eine verlässliche Grundlage für direkte und dauerhafte Abschiebungen nach Afghanistan.“ Weiter sagte er: „Unsere Gesellschaft hat ein Interesse daran, dass Straftäter unser Land verlassen. Deswegen handeln wir konsequent und bauen die Abschiebungen Schritt für Schritt aus.“
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