Frankreich: Angriff auf Synagoge – Attentat vereitelt, Täter getötet
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In Rouen, im Nordwesten Frankreichs, hat die Polizei am Freitagmorgen einen Anschlag auf die örtliche Synagoge vereitelt und dabei den mutmaßlichen Attentäter getötet, berichtet die Jüdische Allgemeine.
Der französische Innenminister Gérald Darmanin teilte über die Plattform X mit, dass eine bewaffnete Person, die offensichtlich die Synagoge der Stadt in Brand setzen wollte, neutralisiert wurde. Darmanin lobte die Einsatzkräfte für ihren Mut und ihre schnelle Reaktion.
Gemäß Berichten französischer Medien feuerten Polizisten gegen 6:45 Uhr vor der Synagoge in der Rue des Bons Enfants fünf Mal auf den mutmaßlichen Attentäter, als er die Beamten mit einem Messer angriff und eine Eisenstange bei sich hatte. Zuvor hatte er Feuer an dem Gotteshaus gelegt, das sich in der Stadtmitte von Rouen befindet. Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bereits vor Ort.
„Die ganze Stadt Rouen steht unter Schock“
Nicolas Mayer-Rossignol, der Bürgermeister von Rouen, schreibt auf X: „Durch diesen Angriff und den versuchten Brandanschlag auf die Synagoge von Rouen ist nicht nur die israelitische Gemeinde betroffen. Die ganze Stadt Rouen steht unter Schock.“
Der Präsident des zentralen Konsistoriums der jüdischen Gemeinden in Frankreich, Elie Korchia, verkündet auf X: „Danke an unsere Ordnungskräfte, die ein weiteres antisemitisches Drama in unserem Land verhindert haben.“

Über die Hintergründe des Anschlags und das mögliche Motiv des Mannes wurde zunächst nichts bekannt. Die Staatsanwaltschaft in Rouen hat zwei Ermittlungen eingeleitet, eine wegen der Brandstiftung gegen die Synagoge und der Gewalt gegen die Polizisten sowie eine zweite zu den Umständen des Todes des mutmaßlichen Attentäters.
Die Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung von Gebäuden der jüdischen Gemeinschaft wurden seit dem iranischen Raketen- und Drohnenangriff auf Israel Mitte April verschärft. Polizisten sind seitdem verstärkt vor Ort und während des Schabbats an Synagogen im Einsatz.
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