„Freiheit für Maja“: Linksextremisten attackieren Amtsgericht Leipzig
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In der Nacht von Sonntag auf Montag haben Linksextremisten in Leipzig die Fassade des Amtsgerichts Leipzig beschmiert und eine Tür beschädigt. Auf der Plattform Indymedia bekannten sich Aktivisten der linken Szene zu dem Anschlag.
„Kurz nachdem die neue Woche angefangen hat, haben wir uns aufgemacht um den Richter*innen, Staatsanwält*innen und dreckigen Justizbullen, die morgen für zur Arbeit gehen werden, eine schöne Überraschung zu bereiten“, heißt es auf der Seite. „Der Eingang ihres protzigen Gewalttempels wurde vollgeschmiert durch unsere Bitumen-Feuerlöscher und durch ein Loch, welches wir in die Frontscheibe geschlagen haben, sollte genug Buttersäure ins Gebäude gekommen sein, dass der Wochenstart so richtig beschissen wird.“
Die Polizei in Leipzig berichtete hierzu: „Die Fassade wurde großflächig auf mehreren Metern mit einer schwarzen Substanz besprüht und eine Tür beschädigt. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren vor Ort. Des Weiteren tauchte ein Bekennerschreiben auf einer Internetplattform auf, welches einen politischen Bezug herstellt. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Der entstandene Schaden ist derzeit noch nicht bezifferbar.“

Das Gebäude wurde von außen beschmiert.
Maja T. wurde nach Budapest ausgeliefert
Die Linksextremisten begründeten ihre Attacke mit der Inhaftierung der Linksextremistin Maja T. in Ungarn. Entsprechend endet das Bekennerschreiben auch mit den Worten: „Freiheit für Maja! Militanten Antifaschismus verteidigen!“ Maja T. gilt als Mitglied der „Hammerbande“. Die Bundesanwaltschaft wirft der Vereinigung vor, im Februar 2023 in der ungarischen Hauptstadt Budapest „körperliche Angriffe auf Personen, die aus Sicht der Angreifer dem rechten Spektrum zuzuordnen waren“, ausgeübt zu haben.
Maja T. wurde deshalb nach Budapest ausgeliefert. Dort findet derzeit der Prozess gegen sie statt. T. war Anfang Juni in den Hungerstreik getreten. Sie fordert bessere Haftbedingungen und ein Ende der Isolationshaft.
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