Freispruch für Ex-Bushido-Manager Arafat Abou-Chaker
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Das Landgericht Berlin hat Arafat Abou-Chaker, den ehemaligen Manager des Rappers Bushido, von den Hauptvorwürfen der Erpressung freigesprochen.
Die Richter befanden am Montag, dass es keine hinreichenden Beweise dafür gibt, dass der 47-jährige Abou-Chaker versucht hatte, den Musiker zur Zahlung von Millionenbeträgen zu zwingen. Allerdings verurteilten sie ihn wegen 13 Fällen von unerlaubten Tonbandaufnahmen zu einer Geldstrafe von 81.000 Euro, was 90 Tagessätzen à 900 Euro entspricht.
Bushido, bürgerlich Anis Mohamed Ferchichi, trat im Prozess als Zeuge und Nebenkläger auf, blieb jedoch der Urteilsverkündung fern und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Dubai. Die Anklage gegen Abou-Chaker umfasste versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, Nötigung sowie gefährliche Körperverletzung und schwere Untreue. Auch drei Brüder von Arafat Abou-Chaker standen mit ihm vor Gericht, wurden aber ebenfalls von den Vorwürfen freigesprochen.

Eine Niederlage für Rapper Bushido.
Die Staatsanwaltschaft hatte für den Hauptangeklagten eine Haftstrafe von über vier Jahren gefordert, während die Verteidigung auf Freisprüche plädierte, da die behaupteten Straftaten nicht erwiesen seien. Ein zentraler Vorfall in diesem Fall war die mutmaßliche Freiheitsberaubung Bushidos am 18. Januar 2018, bei der er beleidigt, bedroht und physisch attackiert worden sein soll. Diese Ereignisse sollen nach der Auflösung der geschäftlichen Beziehungen zwischen Bushido und seinem Ex-Manager 2017 aufgetreten sein.
Stolze 1268 Tage dauerte der Prozess rund um die Clan-Größe Arafat Abou-Chaker und seinen Ex-Schützling Bushido. Nun scheint ein Ende des Justiz-Thrillers in greifbarer Nähe.
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