„Gleichstellung oberste Priorität“: 43 Prozent der Bundesbehörden-Chefs sind Frauen – und Paus will noch mehr
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Mehr Frauen in Führung: Da will der Bund unter Ampel-Regie natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Doch Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) geht die Entwicklung noch zu langsam voran.
Zwar waren die Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden im Juni 2023 zu 43 Prozent mit Frauen besetzt – das ist ein Anstieg um zwei Punkte im Vergleich zum Jahr davor. „Der Frauenanteil an Führungspositionen steigt aber insgesamt zu langsam“, teilte Paus zum Weltfrauentag in Berlin mit. Noch beschäftigten 19 der 24 obersten Bundesbehörden weniger Frauen als Männer in Führungspositionen.
Im Paus-Ministerium gibt es am meisten Chefinnen
„Gleichstellung zu fördern, muss für die gesamte Bundesverwaltung oberste Priorität haben, damit wir das gesetzliche Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Führungspositionen bis Ende 2025 erreichen“, sagte Paus. Viel zu oft schafften Frauen den Sprung in die Führung nicht, weil sie in Teilzeit arbeiteten. „Da müssen wir ansetzen.“

Das Bundesfamilienministerium in Berlin – in der von Paus geführten Behörde ist der Chefinnen-Anteil zurzeit am höchsten. Vor der Tür flattert die Trans-Fahne.
Den höchsten Anteil von Frauen in Führung weist mit 66 Prozent bislang das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf. Das Schlusslicht unter den 24 Behörden bildet der Bundesrechnungshof mit einem Anteil von 33 Prozent.
Das Ziel, Führungspositionen bis Ende 2025 gleichberechtigt zu besetzen, gilt den Angaben zufolge für die gesamte Bundesverwaltung. Der von Paus veröffentlichte Gleichstellungsindex beinhaltet aber nur die rund 34.000 Beschäftigten der obersten Bundesbehörden. Der weitaus größte Teil der Beschäftigten des Bundes – weitere 567.000 Menschen – arbeitet in den nachgeordneten Behörden, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen. Hier liege der Anteil von Frauen in Führung bei 45 Prozent.
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