Grünen-Politiker nennt Clan-Kriminelle „ehrenwerte Brüder“
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„Meine ehrenwerten Brüder“ – so addressiert der Essener Grünen-Stadrat Ahmad Omeirat syrische und libanesische Clan-Kriminellen, die sich am vergangenen Wochenende Massenschlägereien in Essen und Castro-Rauxel lieferten. Der 43-Jährigene libanesischstämmige Politiker verfasste am Dienstagabend einen Facebook-Beitrag, in dem er versucht, auf die Beteiligten einzureden. Auf Arabisch wohlgemerkt.
Hintergrund: Am vergangenen Wochenende eskalierte die Gewalt zwischen Libanesen und Syrern in Nordrhein-Westfalen. Hunderte Mitglieder lieferten sich Schlägereien, gingen dabei mit Knüppeln, Dachlatten, Messern aufeinander los. Die Polizei bot ein Großaufgebot auf, patroullierte mit Hubschraubern und Hunden.
Grund genug für den Grünen-Stadtrat Omeirat einen dringenden Appell an die Beteiligten zu richten – und zwar in der Sprache, die sich verstehen. „Ich schreibe Euch zu den jüngsten Ereignissen, die sich in der Stadt Castrop-Rauxel ereignet haben, die mit den rechtlichen Mitteln, denen wir uns alle unterwerfen und respektieren, hätten gelöst werden können“, heißt es in dem Beitrag. „Dieses Land hat ein Gesetz und eine Verfassung, die wir auf alle Konflikte beziehen, die zwischen zwei Personen auftreten. Und was auch immer die Uneinigkeit ist: Es hätte sofort gelöst und auch vermieden werden können. Schätzet den Wert, in diesem Land zu leben. Es gab uns die Sicherheit und Freiheit, die wir in unserem Land verloren haben.“
Er verweist darauf, dass Clan- und Stammesidentitäten hier abgelehnt werden und dass das deutsche Recht „mit dem Recht der Wahrheit garantiert ist“ und die deutsche Polizei dies allen garantiere, die „auf ihren Territorien leben und ihnen Sicherheit bietet.“ In diesem Land gibt es große Chancen, die wir gemeinsam nutzen müssen. Also seid ein Vorbild und ein hohes Beispiel, um Euch in der Zukunft und Eure Leistungen zu ehren, anstatt belanglose Konflikte und Unterschiede!“
CDU-Politiker will Vermögenswerte beschlagnahmen
Indes geht die CDU zu harscheren Maßnahmen abseits des mahnenden Wortes über. Der stellvertretende nordrhein-westfälische Fraktionsvorsitzende Gregor Golland sagte, man müsse Clan-Kriminellen die Statussymbole wegnehmen, etwa „Luxuskarren oder dicke Uhren“. Die Clankriminellen hätten „selbst noch nie gearbeitet, aber fahren mit 150.000 Euro teuren Autos herum.“ Dies missfalle der Bevölkerung.
Deshalb brauche es eine Beschlagnahmung der Vermögenswerte wie es seit Jahren etwa in Berlin betrieben wird, wo etwa Dutzende Immobilien des Remmo-Clans wegen Verdachts auf Geldwäsche konfisiziert würden. Dies tue den Beteiligten richtig weh, so Gollan.
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