Grüner Baubürgermeister verschönert 170-Meter-Gasse: Diese Blumenkübel kosten 334.000 Euro
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334.000 Euro Steuergeld für ein paar Blumenkübel – klingt verdächtig nach Grüner Politik ...
Und die ist es auch! Dresdens grüner Baubürgermeister Stephan Kühn hat tief in die Stadtkasse gegriffen, um die Innenstadt in ein temporäres Pflanzenparadies zu verwandeln. Für schlappe 334.000 Euro hat er Pflanzkübel aus Holzpaletten aufstellen lassen – aber nur für die Sommermonate. Ein Projekt, das ebenso kurzlebig wie teuer ist. Die Finanzierung im Detail: Der Stadtbezirksbeirat Dresden-Altstadt hat 100.000 Euro beigesteuert, die restlichen 234.000 Euro kommen aus einem Bundesförderprogramm.
Die Seestraße, eine kleine Verbindung zwischen Altmarkt und Prager Straße, wurde zum Schauplatz des tiefgrünen Experiments. Holzkübel mit ein paar Bäumchen und etwas Grünzeug sollen die Aufenthaltsqualität verbessern und Fußgängern und Radfahrern mehr Platz bieten. Zumindest, wenn man Stephan Kühn glaubt. Nachhaltig ist das ganze trotzdem nicht: Nach nur vier Monaten verschwinden die Kübel wieder.
Gießen dürfen die Bürger
Hinzu kommt: Die Stadt hat offenbar nicht bedacht, dass Pflanzen auch reichlich Wasser brauchen. Die 15 Baumkisten, 36 Hochbeete und etwa 50 Weidenzweig-Kisten verlangen nach mehr Pflege, als die Stadt geplant hatte. Jetzt sollen Anwohner und Besucher die Pflanzen gießen!

Jens Genschmer, Stadtrat der Freien Wähler, kann nur den Kopf schütteln. Zu Bild sagte er: „Dieses Experiment ist wieder einmal der Beweis, dass in der Verwaltung kein Fingerspitzengefühl besteht, mit Steuergeldern sorgsam umzugehen. Überall fehlt das Geld, und für so etwas geben wir kübelweise Euros aus.“
Die Kübel werden aufgehoben ...
Die Stadt will die Bäumchen später umpflanzen und die Holzkübel fürs nächste grüne Experiment aufheben. Zwar behauptet die Stadtverwaltung, das Feedback der Bürger sei positiv – aber ob das eine Ausgabe von 334.000 Euro rechtfertigt?

334.000 Euro für diese grünen Kübel ...
Dresdner und Touristen dürfen jetzt in einer Online-Umfrage ihre Meinung zum kostspieligen Sommerprojekt abgeben.
Dresdens früherer Tourismusvereins-Chef Johannes Lohmeyer (58) schrieb bereits bei Facebook: „Wenn Du in bester Innenstadtlage ein paar Europaletten mit Holzkisten entdeckst, (...), dann kannst Du Dir sicher sein, dass Du wieder in Dresden bist.“
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