Dealer sauer über Vergewaltigung in Berliner Park: „Schlecht fürs Geschäft“
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- Dealer sagen, die Gruppenvergewaltigung im Görlitzer Park in Berlin sei „schlecht fürs Geschäft“.
- Mehr Polizeipräsenz sorge für weniger Kunden.
- Im Juni war eine junge Frau von mehreren Männern vergewaltigt worden.
Mitgefühl mit den Opfern? Bei den Dealern vom Görlitzer Park in Berlin offenbar Fehlanzeige. Ihre Sorge gilt vor allem dem eigenen Geschäft. Das zeigt eine aktuelle Befragung eines BILD-Reporters.
Der Park im Berliner Bezirk Kreuzberg war zuletzt durch eine Gruppenvergewaltigung in die Schlagzeilen geraten. Mehrere Männer sollen demnach in den frühen Morgenstunden des 21. Juni eine Frau und ihren Begleiter zunächst ausgeraubt und die Frau anschließend vor den Augen ihres Freundes vergewaltigt haben. Drei Tatverdächtige wurden inzwischen Festgenommen. Es handelt sich um drei 22-jährige afrikanischstämmige Dealer aus dem Park.
„Ihr Büro würden Sie doch auch nicht zerstören“
Diese will jedoch keiner der Befragten aus dem Park kennen. Auch von den 21 anderen Sexualdelikten, die sich allein in diesem Jahr im Görlitzer Park ereignet haben sollen, habe man nichts mitbekommen. Zudem seien solche Vorfälle „schlecht fürs Geschäft“, wird einer der Dealer zitiert. Durch die erhöhte Polizeipräsenz blieben die Kunden aus. Das würde keiner von ihnen wollen. Einer der Dealer-Chefs erklärt: „Ihr Büro würden Sie doch auch nicht zerstören.“

Der Görlitzer Park in Berlin
Doch nicht alle Männer im Görlitzer Park sprechen offen mit dem Reporter. Als er einen der Männer am Tor der Guinea-Bissau-Ecke anspricht, sagt dieser: „Nein, ich verstehe Dich nicht, sorry. Geh weg hier, da rüber.“
Verschiedene Handelszonen
Im Report der BILD wird darüber hinaus skizziert, wie der Verkauf von Drogen im Park strukturiert ist. So gebe es verschiedene verbotene „Handelszonen“, jede einzelne beherrscht von Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern. „Es gibt drei Guineas. Äquatorial, Conakry und Bissau. Bissau sind da hinten an einem anderen Tor“, führt er aus. Araber dürften hingegen gar nicht im Park dealen.
Der Park in der Görlitzer Straße gilt als Drogen-Hotspot. Seit 2006 regieren die Grünen durchgehend im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. 2019 ließ der amerikanisch-französische Künstler Scott Holmquist gar im Rahmen einer Demonstration ein Denkmal für die meist aus Afrika stammenden Dealer aufstellen. Für 24 Stunden stand die Skulptur „Letzter Held“ damals im Park und sorgte bei vielen Außenstehenden für Unverständnis.
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Anabel Schunke
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